Montag, 22. Januar 2007

Der Biedermeier-Projekt-Blog

Der Biedermeier-Projekt-Blog

Was ursprünglich nur als dumme Idee anfing, nimmt jetzt zum ersten Mal konkret Form an.

Für die Blaue Nacht 2007 in Nürnberg haben wir uns für das derzeit im Aufbau befindliche Museum für mittelalterliches und frühneuzeitliches Handwerk das Thema "Anziehende Geschichte" ersonnen.

Für die Wohnräume der Handwerker in den oberen Etagen haben wir hierzu im Forum zu www.kostuem-kram.de nach "Opfern" gesucht, die für einen Abend lang die Räume historisch gewandet beleben.

Der gesteckte Zeitrahmen reicht vom ausgehenden Mittelalter bis ins Biedermeier. Jetzt fanden sich zwar schnell Leute für Mittelalter, Renaissance und Barock, nur das Biedermeier, das wollte keiner.

Den Rest habe ich meinem Sturkopf zu verdanken.

Die letzten Wochen habe ich also mit Recherche zum Thema einfache bürgerliche Kleidung im Biedermeier in Nürnberg verbracht.

Fündig geworden bin ich schließlich bei einer Zeichnung von Johann Adam Klein aus dem Jahr 1820, das Bürgerinnen und Mägde in Nürnberg zeigt . DAS also soll es werden, das rechte um genauer zu sein.

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Jagen & Sammeln


Die letzten Wochen hab ich nicht nur mit Recherche verbracht, sondern auch mit dem Versuch, taugliche Schnittmuster für das Unternehmen aufzutun.

Das hat sich nicht ganz einfach gestaltet, weil mein Spielziel recht ... sagen wir, speziell ist. Wesentlich leichter wäre es gewesen, englische oder amerikanische Mode der Zeit des Biedermeier zu rekonstruieren, da gibt es einige taugliche Schnitte. Nur eben nicht für meine Bedürfnisse.

Die verwendeten Schnittmuster werden dann bei den einzelnen Kleidungsteilen erläutert.

Das andere Problem war: wie ist das Dargestellte zu interpretieren? Nach längerer Unterhaltung mit Caythlin (ich bin ihr unsäglich dankbar!) aus dem genannten Forum habe ich beschlossen, das abgebildete Oberteil nicht als Jacke, sondern als Bluse zu betrachten. Das Undefinierbare um die Schultern wird als Blende (nicht als Passe) definiert (vorerst zumindest).

Das hier (Quelle wie gehabt) scheint zumindest obenrum nach dem gleichen Prinzip zu arbeiten. Somit hab ich - denk ich jedenfalls - eine Vorder- und eine Rückansicht.

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Unter dem Rock ist kein versteifter Unterbau zu vermuten, die Krinoline ist um 1820 noch nicht üblich, bei einer Handwerkersfrau ist sie definitiv nicht zu erwarten. Als Unterbau sollen demnach zwei Unterröcke dienen.

Die Unterwäsche besteht - historisch betrachtet - zumindest aus einem Hemd. Korsetttechnisch gesehen ist die Zeit um 1820 wiederum heikel. (Anmerkung: ursprünglich wollte ich ein nur leicht versteiftes Korsett machen, nach einem zeitgenössischem Schnittmuster. Das hat sich - siehe Kapitel "Irrwege" inzwischen erledigt.)

Aufgrund der vielen Ungewissheiten und Interpretationen, ist das Projekt insgesamt als RekonstruktionsVERSUCH zu sehen.

Als Stoffe sind insgesamt Baumwollstoffe vorgesehen, als Farben hellblau und beige.

Was ich mit den Problemen Schuhwerk und Kopfbedeckung mache, ist noch offen.

22.02.07: Offenbar gabs etwas später in Ansbach etwas ähnliches: Photobucket - Video and Image HostingPhotobucket - Video and Image Hosting

Sonntag, 21. Januar 2007

Biedermeier-Projekt-Blog

Was ursprünglich nur als dumme Idee anfing, nimmt jetzt zum ersten Mal konkret Form an.

Für die Blaue Nacht 2007 in Nürnberg haben wir uns für das derzeit im Aufbau befindliche Museum für mittelalterliches und frühneuzeitliches Handwerk das Thema "Anziehende Geschichte" ersonnen.

Für die Wohnräume der Handwerker in den oberen Etagen haben wir hierzu im Forum zu www.kostuem-kram.de nach "Opfern" gesucht, die für einen Abend lang die Räume historisch gewandet beleben.

Der gesteckte Zeitrahmen reicht vom ausgehenden Mittelalter bis ins Biedermeier. Jetzt fanden sich zwar schnell Leute für Mittelalter, Renaissance und Barock, nur das Biedermeier, das wollte keiner.

Den Rest habe ich meinem Sturkopf zu verdanken.

Die letzten Wochen habe ich also mit Recherche zum Thema einfache bürgerliche Kleidung im Biedermeier in Nürnberg verbracht.

Fündig geworden bin ich schließlich bei einer Zeichnung von Johann Adam Klein aus dem Jahr 1820, das Bürgerinnen und Mägde in Nürnberg zeigt . DAS also soll es werden, das rechte um genauer zu sein.

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