Freitag, 22. Juni 2012

12-6: Rock-Romantik und Co.

12-6 gehört mal wieder in die Kategorie "was lange währt".
In der alten Wohnung und da bestimmt auch nicht im Jahr des Auszugs, also so über den Daumen gepeilt 5 Jahre liegt hier schon ein graublauer Popeline-Rock in A-Form (Burda 8974, wir hatten alle mal Zeiten, in denen wir für das simpelste Teil ein Schnittmuster verwendet haben ;) )rum, der einfach nur neu gesäumt werden müsste. Er hatte schonmal einen Saum, nur war mir der selbst damals zu graddelig und wurde wieder aufgetrennt. Und so lag er dann... Und lag. Und lag.
Neulich fiel er mir dann wieder in die Hände. Zur Feier des Tages hab´ ich das Innenleben erstmal versäubert und anschließend einmal um den Saum und dann nochmal etwas weiter oben ein bißchen Spitze draufgepackt (ein Hoch auf den sog. Ecken-Fuß), weil mir einfach säumen nach so langer Zeit jetzt doch etwas banal vorgekommen wäre. Rock lag ewig, die Spitze hab ich schon mindestens genauso lange, also ein echtes 12-12.



Und es gibt ein neues Oberteil.
Hmja, ich hatte mir ja gesagt, ich will künftig mehr Jersey vernähen, deshalb steht hier auch seit einem halben Jahr die Overlock rum.
Also gab´s jetzt das Top "Susie" (Nr. 7) aus der Ottobre 5/2010. Auch mal so als Beweis, daß ich nicht nur Raglan-Ärmel und Raff-Ausschnitte nähe. ;) Diesmal gibt´s dann auch ein Photo mit mir drin, weil Flimmsjersey und die flachbrüstige Trulla im Wohnzimmer aka die Schneiderpuppe einfach nicht zusammenpassen. Der Saum ist natürlich gleichmäßig, aber im Kampf gegen den Fernauslöser ist er ein bißchen hochgeklappt auf der linken Seite.



Auf der Haben-Seite: Endlich mal ein Schnittmusterhersteller, der Oberweite nicht mit Preisboxerschultern gleichsetzt. Die aufgrund der Vorgaben gewählte Größe (zwischen 2 Größen, ich bin da ja gnadenlos und bau mir meine eigene Linienführung zwischen den beiden) passt großartig.

Nicht so prickelnd finde ich die Lösung für den Halsausschnitt. So einen Blödsinn mach ich nicht nochmal. Die Herrschaften geben vor, erst (1) eine Schulternaht zu schließen, dann (2) die Kante mit einem Jerseystreifen zu versäubern und erst danach (3) die 2. Naht zu schließen.
(1) ist noch okay.
(2) find ich ... nicht so toll. ;) Zum einen hat man auf der Innenseite dank der Umklapptaktik, die immerhin gut funktioniert, unversäuberten Jersey, zum anderen sind wir grandios an der Zwillingsnaht gescheitert. Auf dem Probeläppchen ging´s super, nur vor Ort am Ausschnitt half nichts. Mal ausgelassene Stiche, mal schlurpte die Juki den ultraflimmsigen Jersey weg, mal lief´s gut. X Mal probiert, glücklich wurden wir irgendwie nicht.
(3) Wäre ja alles schön und gut, wenn man hinterher nicht so eine unschöne Ansatzkante auf der 2. Schulter hätte.
Fazit: Schnitt toll, diese Lösung nicht. Wenn ich das Shirt nochmal mach, dann löse ich das anders.

A propos Freestyle: Ich hab die Ärmel gekürzt und den Abschluß der Ärmel verändert.
Immerhin, dank der ganzen Probiererei habe ich jetzt auch mal länger mit dem Obertransporteur gearbeitet. Bei den verbleibenden Säumen hat sich das wirklich bezahlt gemacht.

Samstag, 9. Juni 2012

12-5: Abendoberteilchen

12-5 ist die ordentliche Variante von 12-4b, diesmal in schwarz und ganz ordentlich mit overgelocktem Innenleben. Dazu ein echtes 12-12, der schwarze Popeline lagert hier schon seit... mächtig langer Zeit.



Dazu habe ich mal einen der Zierstiche der Juki auf den Stoff losgelassen, um das triste Schwarz etwas aufzulockern. Den gleichen Zierstich habe ich dann noch auf eine schwarze Samtborte gepackt, unter der hier der Gummi verläuft.



Fazit: Auch wenn der Schnitt von MaMu-Designs etwas unkooperativ ist (er ist zwar auf wunderschön festes Papier gedruckt, aber nachdem sich die Teile überschneiden, muss man ihn trotzdem abpausen, wie blöd ist denn bitte DIE Idee... ), ich finde ihn großartig und werde ihn sicher noch ein paar Mal zum Einsatz bringen. Er ist so wunderbar vielseitig. :)

12-4: Bordenau-Ausbeute

Bis Bordenau war ich im April v.a. mit Arbeit und einem gewissen farbenfrohen Quilt ausgelastet. Am langen Bordenau-Wochenende Ende April hatte ich dann endlich etwas Zeit, ein paar Sachen für mich zu machen:

12-4a wurde ein Wärmflaschenschlafsack. Der dunkelgrüne Stoff sollte hinlänglich bekannt sein, der ist jetzt aber auch zu Ende. ;)



12-4b hat mir etwas Muffensaußen bereitet. Der Schnitt nach dem Buch Sew What - Skirts war zwar extrem banal, aber der Wollstoff von Anita Pavani nicht unbedingt der billigste. Zum Glück ist er beim Anfilzen daheim in der Maschine nicht zu stark eingelaufen, trotzdem war davon auch nicht allzu viel vorhanden und das Gebastel um den Rapport etwas komplizierter, aber ich freu mich, daß es doch noch geklappt hat. Dem Stoff zu Ehren gab es dann auch den ersten nahtverdeckten Reißverschluß meines Näherinnenlebens. ;)
Sorry, er hängt ein wenig knüllerig, weil er im Hochsicherheitstrakt (aka geschützt vor Motten) gelagert wird.




12-4c hatte ich letzten Sommer schon zugeschnitten, aber nachdem ich im Herbst ziemlich von Arbeit weggespült wurde, wurde es irgendwie nichts mehr. Die Stoffe kennt ihr schon von 2 Sommeroberteilen aus dem letzten Jahr, und eigentlich hätte es auch nur ein Probeteil sein sollen. Nachdem es aber gar so schön gepasst hat, hab ich es dann trotzdem noch versäubert und tragbar gemacht. Der Schnitt ist übrigens von MaMu-Designs. Und okay, das Nähwerk ist ultraknüllerig. Seersucker : Ala - 1:0 (wenn heute schon die EM startet... ;) ).



Huch, so nebenbei: Wir feiern den 100. Blogeintrag! :)