Montag, 11. Februar 2013

12-2: Vollmeise

Ein etwas bescheuertes, aber letzten Endes nützliches Projekt.

W6 macht ja feine kleine Overlocks, aber ein Häubchen sparen sie sich leider. Nachdem die Maschine bei mir doch immer wieder längere Standzeiten hat, hatte sich ziemlich Staub auf ihr angesammelt, was für mich als Hausstaubmilbenallergikerin nicht unbedingt schön ist.
Also gab es jetzt eine Haube.

Angefangen habe ich mit Handquilterei, die man auf dem unruhigen Stoff (ein echtes 12-12: es handelt sich um Reste des großen Wohnzimmerquilts) leider nichts sah, weshalb ich sie nach einer Umrandung und einem experimentellen keltischen Knoten auf der Rückseite abgebrochen habe.

Damit das Ganze nicht so fad daherkommt, gab´s dann einen applizierten Vogel vorne drauf (das wäre dann die Vollmeise ;) , wobei´s ja eher nach einem Amselweibchen aussieht). Die Inspiration für das Tierchen stammt aus dem Buch Folk Quilt Applique.

Beim Zusammenbau (ab hier ging´s dann maschinell weiter) kam mir die Idee, ich könnte doch endlich mal Paspeln ausprobieren, was dann auch gar nicht so bescheuert war, wie ich im ersten Moment dachte, da die W6-Overlock ja relativ unförmig ist und die Paspeln der Haube etwas mehr Stand verleihen.

Genug Blabla, das Photo: 




Learning Curve:
1. Quilten werde ich nur noch auf weniger lebhaften Stoffen.
2. Wenn ich das nächste Mal Paspeln irgendwo einbaue, werde ich VORHER den Rand des Machwerks versäubern, damit das Schrägband nicht ÜBER den Paspeln läuft. Für dieses Projekt gilt aber: Ist ja nur eine Overlock-Haube. ;)

Freitag, 8. Februar 2013

12-1 2013: Der Recherche-Quilt

Ich gestehe, ich bin stolz drauf.

Das ganze kleine Ding wurde mit der Hand genäht. Klar, nach dem Zusammenbau der Würfel hätte ich den Rest auch mit der Maschine machen können, aber irgendwie kam´s mir dann auch komisch vor, so nach all der Näherei.

Der Kleine ist ein waschechtes 12-12, der dunkelblaue Stoff ist ein Rest meines Arbeitszimmervorhangs, der blaue mit den weißen Blümchen war mal angedacht für eine Schürze für die Nürnberger Biedermeierei, der weiße mit den blauen Blümchen ist der Rest eines Oberteils.

Ein bißchen gehasst habe ich mich für das dunkelblau auf dunkelblau, als bevorzugter Nachtarbeiter ist das etwas... ungünstig. ;) Ebenfalls nicht ganz so schlau war die Idee, zwei Lagen Vlies zu nehmen und das Top komplett auf eine Lage Stoff zu applizieren. Die Quilterei wäre mit weniger Lagen um einiges leichter gewesen. ;)

Die Stempelform gibt´s bei Quilt it & Dotty, und auch ansonsten steckt ein Hauch cayscher Irrsinn drin, aber immerhin, mein kleiner Quilt ist kein Monsterprojekt gewesen. ;)

Von vorne:


Und von hinten (vorgestern hab ich sogar noch drangedacht, daß sowas ja auch signiert werden muss...), etwas überhellt:



Das wirklich Schlimme? Es hat nichtmal genervt, gerade das Handquilten hat eine Menge Spaß gemacht und ich denke, als nächstes probiere ich mich mal an einem Wholecloth Quilt aus. Es sind schon ein paar Bücher zum Thema Welsh Quilts unterwegs, da erspar ich mir dann auch den Schrägbandfrust. Zu Nähen war´s nicht schlimm, nur wellt´s jetzt hinterher etwas.