Freitag, 4. März 2011

296 Regentropfen

Eigentlich wollte ich ja nur einen kleinen Schal für die Arbeit draußen machen, aber irgendwie wurde der dann doch relativ groß...

Das Muster "198 yards of heaven" stammt mal wieder von www.ravelry.com. In die Rowan Alpaka Cotton-Wolle hatte ich mich schon beim Herbst-Bordenau 2010 verliebt, als Tipsy sie dabei hatte. Anfang Februar habe ich dann tatsächlich mal zwei Knäuel in der Farbe "Raindrop" bestellt, und um die 296 Yards voll auszunutzen, habe ich das Muster um einen Rapport erweitert. Am Ende waren gerade noch ein paar Zentimeter übrig.

Ich habe langsam eher das Gefühl, daß das mein Zuhause-Kuscheltuch wird.

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Dienstag, 1. März 2011

12-2: Probeoberteil

Im Laufe des Februars habe ich mal ein Probeoberteil vom Folkwear-Schnitt gemacht und als 12-2 deklariert.
Allerdings hat sich der Schnitt als reichlich problematisch erwiesen. Wieder einmal gehen Designer davon aus, daß man bei einer größeren Oberweite automatisch Schultern wie ein Preisboxer hat.
Ich gebe zu, ich habe keine Lust, diesen Schnitt, den ich aufgrund des Rückenverschlusses für mich eh als suboptimal empfinde nun ewig abzuändern. Ich habe ein wenig mit mir gerungen und es wird nun darauf hinauslaufen, daß ich den Rücken neu konstruiere und den Verschluß nach vorne verlege, vmtl. ähnlich wie beim Past Patterns-Schnitt. Ich werde auch ein wenig Volumen aus den Ärmeln herausnehmen.
Ich gestehe, ich habe auch schon überlegt, einfach nochmal den PP-Schnitt zu verwenden, aber irgendwie wäre das auch fad. Einen Schnitt für ein Frontklappenkleid hätte ich zwar auch noch, aber den fände ich unter dem Überkleid nicht so gelungen.
Naja, kommt Zeit, kommt Kleid.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Taconic Pullover oder Sieg Mensch über Wolle

Es ist vollbracht. Der Kampf Mensch gegen Wolle ist gewonnen.
Okay, ich seh´s ein, mein Elend hab ich mir selbst eingebrockt...
Ich wollte uuuunbedingt den Taconic Pullover von Ravelry in Rowan Felted Tweed Aran stricken (weil ich in der dünneren Garnstärke einfach keine schöne Farbe günstig herbekommen habe). Generell habe ich bei solchen Aktionen dank dem guten alten Dreisatz kein Problem, aber dieser Pulli ist offenbar nicht für Oberweite konzipiert, weshalb ich die Front um den Ausschnitt herum völlig neu durchrechnen mußte und dementsprechend auch die Ärmel anpassen mußte.
Über mehrere Phasen habe ich mit dem Pulli geschmollt, weil Ribbeln bevorstand oder ich nicht wußte, ob das Garn am Ende reichen wird, und am Ende schon gar nicht mehr, ob das Ding zum Schluß paßt.
Zu guter Letzt war dann doch fast ein halbes Knäuel von den 11 übrig und er sitzt sehr gut.
Genug geredet, hier ist er!
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Und noch ein mistiges Bild an der Puppe, das ich bei Gelegenheit nochmal reenacten muß, aber die Farbe ist hier besser getroffen.
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Sonntag, 6. Februar 2011

Übersprungsstricken


Nachdem mein Nähenthusiasmus wieder deutlich nachgelassen hat, bin ich wieder zum Fernsehstricken übergegangen.
Derzeit habe ich einen Pulli auf den Nadeln, der eigentlich nur noch einen Kragen bräuchte, dann können die Ärmel entgültig dran und er ist fertig. Weil besagter Pulli aber ein bißchen unkooperativ war, sind ein paar Übersprungsstrickereien entstanden.
Die Wolle für die grünen Socken habe ich von Margit im Austausch für die Bauanleitung für meine Nadelmappe bekommen. Mir war nach etwas simplen, also gab es ein schlichtes Muster aus linken und rechten Maschen (an der liegenden Socke sieht man es ein bißchen):
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Die Jaywalker-Socken wollte ich schon ewig einmal ausprobieren. In den Nachwehen der Harry Potter-Filme 1-5 habe ich dann doch ein paar Knäuel der gleichnamigen Garnserie von Zwerger/ Opal ins Haus geholt und aus "Ron" zackige Socken gemacht. Ich liebe das Muster, es ist weder fad noch anstrengend, und nach ein paar Modifikationen sind genau die Socken entstanden, die ich mir vorgestellt hatte. Ich denke, das Jaywalker-Muster wird noch öfter zum Einsatz kommen.
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Außerdem habe ich eigentlich auch wieder ein Tuch von Birgit Freyer in Arbeit, aber vorgestern habe ich damit ein wenig geschmollt und ... tja, man kann es nicht anders sagen: einen Lappen gestrickt. Das Peaches & Creme-BW-Garn von Pisgah ist schön weich und ist daher wunderbar für Waschlappen und ähnliches geeignet. Der kymrische Drache ist der erste Teil meiner UK-Lappen-Serie für´s Bad, das Muster stammt - wie könnte man anders vermuten - natürlich von ravelry. Ich denke, nach dem 1. Waschen kommt das auch noch besser raus als jetzt.
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Samstag, 22. Januar 2011

Nachschlag


Als erstes gibt es heute ein paar Stricksachen, die mir beim Einstellen immer mal wieder durch die Lappen gegangen sind.
Zum Beispiel die Sherwood Forest-Socken aus selbstgefärbter Wolle. Seltsamerweise haben sie - obwohl bestimmt 7-8 mal gewaschen - dann plötzlich etwas gefilzt, weshalb das Muster nicht mehr so toll rauskommt. Aber immerhin sind sie noch tragbar.
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Dann wäre da noch eine kleine Mütze, nichts spezielles, aber der Vollständigkeit halber:
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Zu Weihnachten gab´s für Cay ein kleines Sahnehäubchen in Form eines Beutels aus Baumwollgarn, das sie selbst noch passend zur Krabbennüre füttern wird:
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Zu guter Letzt gibt es dann noch eine Weste für einen Freund. Es gab ja schonmal den grünen Pulle für ihn aus dieser Wolle, aber irgendwie war ich seinerzeit schon arg übervorsichtig beim Bestellen der Wolle, daher hat´s jetzt auch noch für die Männerversion meiner roten Weste gereicht.
Auf dem ohne Blitz sieht man ganz gut die Struktur, mit Blitz kommt die Farbe besser hin.
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Nur am Rande: 2010 sind 10,5 km Wolle über meine Nadeln gerauscht. In allen anderen Hobby-Bereichen hat sich das etwas gerächt.

Empire Reloaded

Ich habe ja bereits im 12-12 angekündigt, daß es 2011 auch mal wieder ein historisches Kleidungsstück von mir geben könnte.
Schnitte sind da, Stoff ist da, es kann quasi losgehen.
Der weiße Stoff mit dem grünen Farn (müßt ihr mir jetzt glauben, beim nächsten Mal gibt´s ein Close-up) liegt hier schon etwas länger herum. Die grüne Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau habe ich bei StoffamStück gefunden.
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Das eigentliche Kleid nach dem Folkwear-Schnitt 215 in der A-Variante wird aus dem gemusterten Stoff entstehen. Wie man sieht: es gibt schon den Zuschnitt für´s Probeteil obenrum.
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Darüber wird es dann noch Wingeo 255 aus dem grünen Stoff geben. Don´t panic! OHNE den Turban.

Samstag, 15. Januar 2011

12-12: Fazit und Fortsetzung (12-1 2011)

Auch in diesem Jahr nehme ich das 12-12-Projekt aus dem Kostümkramforum wieder zum Anlaß, meine vorhandenen Stoffberge (aktuelle Zahlen sagen, daß ich mich den 400 Metern nähere *schäm*) abzubauen.
Ich bleibe bei meinen "Regeln": Pro Monat ein Nähstück, möglichst aus Beständen. Wenn es mal einen Monat nicht klappt, ist das auch kein Drama, ich will mir selbst keinen Druck machen. Am Ende des Jahres sollten trotzdem mindestens 12 Teile vorliegen. Stricken gilt bestenfalls dann, wenn ich ein Ultralangzeit-Ufo beende oder Langzeitwollbestände verwende.
Fazit 2010:
Insgesamt fand ich das Projekt 2010 recht erfolgreich, auch wenn der berufliche Alltag mir ein paar Monate einen Strich durch die Rechnung gemacht hat:
12-1: Nadelmappe
12-2: schwarzen Cordrock gekürzt
12-2b: rotes Oberteil fertiggestellt
12-2c: Filztasche angefangen
12-3: ---
12-4: ---
12-5: ---
12-6: Chupa-Rock
12-6b: Vorhang für das Wohnzimmerregal
12-7a-c: Oberteile
12-8: ---
12-9: Gabardine-Rock (insbesondere für unter den bislang ungeposteten Evillarock)
12-10: Bordenau: Unterrock unter den schwarzen Cordrock
12-10b: Bordenau: Tunika angefangen
12-11: ---
12-12: ---

Dazu wurden 2010 knapp 10,5km Wolle verstrickt, was mich generell ganz zufrieden auf meinen Handarbeits-Output blicken lässt.
Fortsetzung: 12-1a bis 12-1d
Tatsächlich habe ich heuer sogar schon etwas zustande gebracht. Bei Julchen in Graz habe ich - sicherlich deshalb, weil ich kaum Stoff hier habe - einige schöne Stoffe ergattern können. Wieder daheim habe ich mich prompt selbst erstaunt und ihn zu einem Rock verarbeitet, auch bekannt als 12-1a.
Muster gab es dieses Mal keines, ich habe das Buch Sew what! Skirts als Anhaltspunkt verwendet (und erfreut festgestellt, daß die genauso arbeiten, wie ich sonst immer improvisiert habe ). Statt eines separaten Unterrocks gibt es ein kontrastfarbenes Futter (okay, sieht man jetzt nicht, trotzdem danke, Julchen!), das per Hand am angehexten Saum befestigt wurde. Ich finde, die Handarbeit hat sich wirklich gelohnt! Sieht doch wesentlich schöner aus als Maschinensäume.
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(Okay, die Falte vom rumliegen sollte ich vielleicht wieder rausbügeln. )
Aus mysteriösen Gründen habe ich am nächsten Tag gleich weitergemacht mit einer Wellness-Hose (klingt viel schöner als Schlabberhose, meint aber das gleiche ). Schnitt: Simplicity 3699. Ein echtes 12-12-Stück, denn den Stoff habe ich bestimmt schon seit 3 Jahren. Photos von 12-1b sind hiermit nachgereicht (hängt ein bißchen unmotiviert am Schrank...):
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Mein verstörender Arbeitseifer ging mit 12-1c weiter: ich habe das Empire-Miederchen repariert. Da haben sich mit der Zeit zwei der Stäbe in die Freiheit gearbeitet, was jetzt von zwei Streifen Schrägband gestoppt wurde. Danke ans Asterchen für die Idee!
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(Vorher-Bilder gibt´s hier .)
Am wichtigsten ist jedoch 12-1d.
Das Korsett (LM 100, Oberstoff bestickter Seidentaft) ist weit gereist: das Probestück ist ein echtes Bordenauer Kind, ebenso wie ein Großteil des eigentlichen Korsetts, und fast wäre auchin Tilburg daran gearbeitet worden (da hatte ich allerdings eine Lage daheim vergessen). Zuletzt mußte ich nur noch ein paar Stäbe kürzen (was sich größtenteils erledigt hat, da ich ein paar kg abgenommen habe und nichts mehr gepiekst hat) und das Schrägband annähen.
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Auf Bilder am lebenden Objekt müßt ihr leider verzichten, ich möchte nicht unbedingt Unterwäsche-Photos von mir im www unterwegs wissen. Gerade um die "Körbchen" fältelt es deshalb ein wenig und auch sonst entstehen ein paar Züge, die es an mir eigentlich nicht hat.
Als 12-1e schicke ich noch eine kleine Nutzlosigkeitsstudie ins Rennen:
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Jetzt bin ich mächtig gespannt, wie sich der Februar macht, inzwischen bin ich nämlich schon wieder zum Stricken übergelaufen.