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Samstag, 15. Oktober 2016

Nachlieferung, mal wieder...

Solche Posts werden bei mir ja langsam zur Regel...
Dass es bei mir nicht immer so schnell geht wie bei dem Teil von letzter Woche, wissen ja inzwischen alle. ;)
Ich bin euch eine Menge Sachen schuldig geblieben, die ich aber der Übersichtlichkeit halber im Blog da eintrage, wo sie hingehören.
Der leichteren Auffindbarkeit wegen gibt es hier die Übersicht dazu:

Am 1.4. war endlich das große Langzeitprojekt, der Meschugge-Quilt fertig: *klick*

Außerdem habe ich euch die Sachen vom letztjährigen Bordenau bzw. Bergkirchen unterschlagen. Wir erinnern uns, auf dem Heimweg ist mir 50km vor Würzburg in einer Gegend mit unzureichender Infrastruktur der Motor verreckt... Das Auto ist inzwischen wieder heile. ;)
Hier also das Genähte: *klick*

Noch älter, aber mit ähnlichem Anlass: Die Sachen vom Burg-Bordenau 2013. Auch da bin ich ohne Auto zurückgekommen... Wenn ich mir das so ansehe, bleibe ich 2017 lieber daheim. Die Klamotten: *klick*

Und noch ein unabgelichtetes Uralt-Teil von 2013: *klick*

Jetzt fehlt wirklich nicht mehr viel. ;)

Montag, 10. Oktober 2016

Nacht und Nebel-Aktion

Ich kann es mir selbst nicht recht erklären, aber in einer ausgemachten Nacht und Nebel-Aktion habe ich gerade erfreulich herabgesetzten fliederfarbenen Strick (Ehrlich! Der ist nicht staublila und eigentlich hätte er brombeerfarben sein sollen, aber da war er bei der Bestellung schon vergriffen.) in das Modell Warrior (Nr. 10) aus der aktuellen Ottobre 5/2016 verwandelt. An der Kapuze und der linken Seite habe ich die Webkante behalten, alles andere wurde durch die Overlock gescheucht. Mit einem kooperativerem Stoff und höherer Nähgeschwindigkeit (= ohne Angst, die Ovi könnte das ganze Haus wachrattern) geht das alles sicher auch in unter einer Stunde.



Unter uns, ich bin noch nicht so wirklich überzeugt, ob mir das Ding an mir taugt, aber für € 12,90 Materialverbrauch war ich bereit, es mal auszuprobieren. Aus dem petrolfarbenen Strick mache ich aber wahrscheinlich doch lieber einen Pulli. Vielleicht sogar mal wieder einen ohne Kapuze. ;)
 

Sonntag, 9. Oktober 2016

Bergkirchen 2016

Der letzte Eintrag ist schon viel zu lange her...
Jetzt gibt es erstmal die Sachen vom letzten Wochenende, diverse Nachschläge kommen dann in den nächsten Tagen.

Der erste Streich:
Ein Shirt nach einem Schnitt von Atelier Hardy, Modell Akemi

Zugeschnitten wurde das Teil noch bei einem der letzten Bordenaus in Bordenau, im Herbst 2012. Seitdem wurden die einzelnen Schnitteile gut abgelagert, die Anleitung tauchte nicht wieder auf. Leicht gereizt habe ich den Schnitt dann nachbestellt, nur um festzustellen, dass die Anleitung... etwas knapp ausfällt. Mit Ärmeln sah das Ding dann reichlich doof an mir aus, also wurden sie durch eine Passe ersetzt. Die herunterflappende Tasche links, die jetzt noch mit einer Stecknadel festgesteckt ist, bekommt demnächst noch einen Knopf.



Zwei Jacken nach Simplicity 3648
Die anderen beiden Teile gehören zusammen. Ich wollte seit Jahren Kapuzenjacken nähen, habe mich aber aufgrund des Reißverschlusses irgendwie nie so recht getraut. Ein paar Tage vor dem großen Näh-Wochenende hat mir die liebe Ereneda einen tollen Link zum Einnähen von Reißverschlüssen mit Webband geschickt. Praktischerweise hatte ich sogar für beide Stoffe farblich passendes Band vorrätig. Sag einer, ausführliche Lagerhaltung wäre sinnlos. ;)

Das tragbare Teststück entstand aus blauem Fleece. Ich habe lediglich die Schultern etwas verschmälert und nachdem ich teilbare 60cm-Reißverschlüsse gekauft hatte statt der vom Schnittmuster geforderten 55cm, habe ich einfach den Schnitt um 5cm verlängert und die Bauchtaschen entsprechend tiefer angesetzt.
Fazit: Ich würde am liebsten nur noch Reißverschlüsse in Jacken nähen.

 


Daneben habe ich noch das Top für den rotgrauen Quilt fertiggestellt, der jetzt zusammen mit dem Vlies und dem Rückseitenstoff bei Cay weiter ablagern darf. Ich hatte einfach keine Lust mehr, das Ding zu sandwichen. Außerdem habe ich noch eine Cordkappe aus staublila Feincord zugeschnitten, ich denke, die wird in den nächsten Tagen zusammengenäht.

Sonntag, 31. Januar 2016

12-1: Initiative Wärme

Kurz vor knapp gibt es auch bei mir noch ein 12-1, einen warmen Fleece-Pulli. Der Stoff war ursprünglich anders eingeplant, wurde aber immerhin noch im alten Jahr angeschafft, insofern paßt das gute Stück sogar zu Eres 12-1-Thema.



Den staublila Fleece kennt Ere persönlich, er wurde bei Stoff & Stil in ihrer Anwesenheit adoptiert. ;) Da sollte er allerdings noch eine mollig-warme Gammelhose werden.

Das Schnittmuster stammt von www.schnittquelle.de. Shirt Calais habe ich im Dezember in Bordenau schon genäht (öha, ich sollte vielleicht mal Bilder vom Bordenau-Output machen... Vorschlag: Bilder kommen, wenn das Auto kommt. Das liegt nämlich immernoch im Koma. Lange Geschichte. Beinhaltet zwar eine schnelle Lieferung durch den ADAC zu einem befreundeten Schrauber, aber auch einen Schrauber mit Leistenbruch-OP. Fast 2 Monate ohne Auto, ich geh bald die Wände hoch. *seufz*). Ich habe die gleichen Modifikationen jedenfalls auch diesmal eingesetzt: Taillierung wurde gestrichen, dafür habe ich eine leichte A-Linie gemacht und das gute Stück 10cm verlängert. Passiert mir auch nicht oft. ;)

Sonntag, 20. Dezember 2015

12-12: Leseknochen sind also Rudeltiere...

Okay, ich gebe zu, allzu kreativ ist es nicht, aber nachdem die letzten Wochen sich primär durch das Fehlen des Autos (das Meisterstück aus Ingolstadt steht jetzt bei einem befreundeten Schrauber, der aber erst nach seiner Leistenbruch-OP morgen den neuen (gebrauchten) Motor einbauen kann; die Diagnose lautet übrigens Pleuellagerschaden - wenn schon, dann machen wir sowas gleich ordentlich) und der Rennerei zwischen verschiedenen Ärzten sowie zweimal wöchentlich Physiotherapie gezeichnet waren, ist die Weihnachtsplanung doch irgendwie ins Hintertreffen geraten.

Folglich habe ich beschlossen, daß Muttern, Stiefvater und Halbschwester Leseknochen bekommen. Weil ich dann gerade so schön in Fahrt war, habe ich noch einen für eine Freundin gemacht, die heute zu Besuch in Nürnberg war. Der für den Stiefvater erwies sich als unkooperativ (der Stoff dehnte sich diagonal zum Fadenlauf um ein erstaunliches Drittel!), also gab es da eine spontane Alternative. Und irgendwie dachte ich mir dann, ich hätte auch gerne einen frischen. Zumindest die letzten beiden sind auch echte 12-12 (12-10 und 12-11 sind Bordenau-Erzeugnisse, die werden demnächst nachgereicht).

Am Ende sah es dann aus, als wollte ich einen Laden mit den Dingern aufmachen und ehrlich gesagt habe ich auch gerade wenig Ambitionen in nächster Zeit noch weitere zu produzieren. ;)
Das Schnittmuster für die praktischen Kleinigkeiten findet ihr hier: https://www.stoffe.de/naehanleitung-leseknochen.html
Für größere Mengen empfehle ich, das Schnittteil zweimal auszudrucken und eine Pappschablone zu bauen, dann geht das alles recht fix. 

  



Samstag, 19. September 2015

12-9: Endlich gut aufgehoben

Im Mai hat ja bei mir nach dem spontanen Ableben meines alten Handys ein Smartphone bei mir Einzug gehalten, das ich auch tatsächlich als solches nutze. Besonders mag ich seitdem die Audible-App, wodurch das Handy inzwischen den MP3-Player beim Hören von Hörbüchern vollständig abgelöst hat. Allerdings ergibt sich für mich v.a. daheim das Problem, daß ich nie weiß, wohin nun mit dem Handy. Hosentaschen habe ich daheim meist keine, außerdem war das Rumschleppen in der Hosentasche vermutlich das Todesurteil für das alte Telephon. Über diverse Notlösungen breiten wir lieber den Mantel des Schweigens. Ein Umhängetäschchen mußte also her.

Heute habe ich mir ein Stück aus meinem Patchwork-Fundus geschnappt, einen Rest Vlies vom Meschugge-Quilt und ein Stück breite Borte, die ich hinter zum Patchworkstoff passender grauer Baumwolle versteckt habe. Der gesamte Materialeinsatz stammt also aus dem Bestand und ich habe mal wieder ein echtes "12-12" geschaffen. Und ich kann das Handy endlich ohne den Einsatz meiner Hände mit mir herumtragen.



Samstag, 5. September 2015

12-8 - oder was ich stattdessen getan habe

Okay, so ganz untätig war ich nicht im August. Die letzten Wochen verliefen etwas holprig, was nicht unbedingt zu großen Projekten animiert hat. Ich habe immerhin für einen neu installierten kleinen Stauraum im Flur einen kleinen Vorhang genäht. Dabei wurden sogar mal die Zierstiche der Juki verwendet. Leider läßt sich das ganz lausig photographieren, also müßt ihr auf den Nachweis verzichten.

Ich habe sogar noch ein bißchen mehr Stoff verarbeitet. Nachdem Cay mich mit ihren Styroporplatten zum Festpinnen von Patchworkkrams inspiriert hat, habe ich mir auch eine Platte besorgt und mit einem netten Stoff bezogen.




Darauf pinnt jetzt das neueste Quilt-Projekt. Ja, ich weiß, der Meschugge-Quilt ist noch nicht fertig, aber quilten bei knapp 30° im Wohnzimmer ist einfach keine Option. Also habe ich mit dem Simple Gifts angefangen. Zum ersten Mal arbeite ich tatsächlich nach Vorlage, in diesem Fall von Mary Sorensen. Wer mit dem Applizieren in Needleturn-Technik beginnen will, ist mit den beiden DVDs wirklich gut beraten. Mary gibt tolle Tipps und das auch noch auf eine sehr sympathische Art und Weise.


So soll das alles aussehen, wenn es fertig ist, nur - wer hätte es gedacht - deutlich weniger rosa. ;) Ich denke, das wird mich eine Weile beschäftigen. Es ist auch noch ein weiterer Quilt in Planung, mal in ganz anderen Farben.

Mittwoch, 15. Juli 2015

12-7: Experimente mit und ohne Farbe

Es gibt allen Ernstes ein 12-7!

Ich hatte hier jahrelang relativ feinen, dunkelblauen Jersey liegen. Und ich wollte schon immer mal mit Chlor bleichen. Jetzt bin ich um eine Erfahrung reicher.
Eigentlich wollte ich ein unregelmäßig gebleichtes Muster auf der Front eines blauen Shirts. Dummerweise hatte das Chlor andere Pläne und hatte eine stärkere Bleichwirkung außen als im Bereich des Schaumes, also mußte ich innen nachhelfen und bekam einen mir viel zu einheitlichen gebleichten Fleck.
Aber Moment, ich habe doch noch Textilfarbspray! Also habe ich mich mit türkisem, rotem und lilanem Spray ausgetobt und bin jetzt doch ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Den Schnitt habe ich von einem gekauften Shirt mit leicht überschnittenen Schultern und engen, halblangen Ärmeln abgenommen. Ich mag den Schnitt recht gern, denn so sitzt das Shirt locker, ohne gleich nach Zirkuszelt auszusehen

Die Farben wirken auf dem Photo leider etwas blaß. Kommt davon, wenn man beide DSLRs am Arbeitsplatz parkt und daheim dann die alte Bridge ausgraben muß.



Donnerstag, 4. Juni 2015

12-6: Gespaltener Gansdreck

Im Winter wurde mir beim Patchworken mitgeteilt, ich würde Gansdreck spalten.
Wer Gansdreck spaltet, erledigt mühseligen Kleinkrams.

Ich finde, das Geburtstagsgeschenk für einen Freund ist ausführliches Spalten von Gansdreck. Er stammt von den irischen Mulherns ab, was mich seit Jahren zu anstehenden Geburtstagen und Feierlichkeiten überlegen ließ, wie man das Thema = das Wappen textil umsetzen könnte. Nachdem ich mir als Vorbereitung für das nächste Quilt-Projekt Mary Sorensens großartige DVDs angesehen habe, dachte ich, Applique könnte die Lösung sein.

Also habe ich die drei Silberreiher (wer jetzt "Vogelschutzgebiet" denkt, ist nicht allein ;) ) in jeweils 9 Teile zerlegt. Die kleinsten waren... sehr klein. Als Anhaltspunkt: Das komplette Dekokissen hat die Grundfläche einer LP, was ausgestopft gar nicht mal so groß ist. Zusätzlich erschwert habe ich mir das Leben, weil ich mit hellem Uni-Stoff auf dunklem Grund arbeiten mußte. Das hieß: Alles muß gedoppelt werden, damit der  grüne Hintergrund nicht durchscheint. Das nächste Drama waren die Beine. Aber kaum vier Stickanläufe später war ein geeigneter Stickstich gefunden.

Weil danach noch erheblich viel Stoff übrig war, gab´s noch einen kleinen Leseknochen nach dem Schnitt von Stoffe.de.

 


Mea culpa... Mal wieder

Okay, ich sehe es ein. Der letzte Blogeintrag ist richtig lange her.

Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Es ist nichtmal so, daß ich nichts getan hätte. Ich habe nicht viel gestrickt in den letzten beiden Jahren, einerseits, weil ich völlig übersättigt war und man eben nur eine gewisse Anzahl Socken und Spitzentücher brauchen kann und Pullis immer so lange dauern, andererseits weil ich eine neue Langzeitbeschäftigung gefunden habe: Stoff, der völlig in Ordnung ist zerschneiden und die kleinen Fetzen mit der Hand wieder zusammennähen. Ab Februar 2013 ist da unverhofft ein Großprojekt über mich gekommen, das aber allmählich seinen Abschluß findet.

Jetzt wird es aber wirklich Zeit, hier mal wieder etwas zu tun. Vor allem will ich nachliefern, was ich seit dem letzten Blogeintrag so alles fabriziert habe. Stück für Stück. Das wird auch Teil des heurigen 12-12-Projekts.

Insofern: Die Wiederbelebung wird in Angriff genommen!
Die Nachschläge, die ich dort einfüge, wo sie chronologisch hingehören, verlinke ich hier. Ich hoffe also, es lohnt sich, hier öfter mal nachzusehen, was es "Neues" gibt. 

1. Nachschlag: Strickkram!
Stola Celestina
Warme Pfoten: Handschuhe 
Daryl-Socken
mehr ist in der Zwischenzeit wirklich nicht fertig geworden

2. Nachschlag: Nähkram

2014:
Winterbordenau 
2014 habe ich kein 12-12 gemacht.

2015:
12-5: Leseknochen
Ich fürchte, meine übrigen 12-12s 2015 waren recht ereignisarm.
12-1 waren zwei große Kissen für die Chaiselongue
12-2 sah die Vollendung des Topps für den Meschugge-Quilt
12-3 und 4... Ich habe dazwischen mal so spannende Sachen gemacht wie "aus einem großen Kopfkissenbezug 80x80cm zwei kleine 40x40cm nähen". Ich gelobe Besserung.

Sonntag, 31. Mai 2015

12-5: Leseknochen

Angeregt von Eres Geschenk an Cay wollte ich auch dringend Leseknochen.
Der erste Versuch ist etwas aus dem Ruder gelaufen ("Ich habe ein Monster erschaffen!!!"), das 2. enstand dann brav nach dem Schnitt von Stoffe.de.
Ich mag beide, aber zusammen sehen sie aus wie Mutter- und Jungtier. ;)



Freitag, 9. August 2013

12-12: 2013-12-08

Ein ganz später Nachtrag, über drei Jahre sind jetzt vergangen. Heiß geliebt, oft getragen, der bekannte Ottobreschnitt "Susie" (Nr. 7) aus dem Heft 5/2010.


Montag, 11. Februar 2013

12-2: Vollmeise

Ein etwas bescheuertes, aber letzten Endes nützliches Projekt.

W6 macht ja feine kleine Overlocks, aber ein Häubchen sparen sie sich leider. Nachdem die Maschine bei mir doch immer wieder längere Standzeiten hat, hatte sich ziemlich Staub auf ihr angesammelt, was für mich als Hausstaubmilbenallergikerin nicht unbedingt schön ist.
Also gab es jetzt eine Haube.

Angefangen habe ich mit Handquilterei, die man auf dem unruhigen Stoff (ein echtes 12-12: es handelt sich um Reste des großen Wohnzimmerquilts) leider nichts sah, weshalb ich sie nach einer Umrandung und einem experimentellen keltischen Knoten auf der Rückseite abgebrochen habe.

Damit das Ganze nicht so fad daherkommt, gab´s dann einen applizierten Vogel vorne drauf (das wäre dann die Vollmeise ;) , wobei´s ja eher nach einem Amselweibchen aussieht). Die Inspiration für das Tierchen stammt aus dem Buch Folk Quilt Applique.

Beim Zusammenbau (ab hier ging´s dann maschinell weiter) kam mir die Idee, ich könnte doch endlich mal Paspeln ausprobieren, was dann auch gar nicht so bescheuert war, wie ich im ersten Moment dachte, da die W6-Overlock ja relativ unförmig ist und die Paspeln der Haube etwas mehr Stand verleihen.

Genug Blabla, das Photo: 


Learning Curve:
1. Quilten werde ich nur noch auf weniger lebhaften Stoffen.
2. Wenn ich das nächste Mal Paspeln irgendwo einbaue, werde ich VORHER den Rand des Machwerks versäubern, damit das Schrägband nicht ÜBER den Paspeln läuft. Für dieses Projekt gilt aber: Ist ja nur eine Overlock-Haube. ;)

Freitag, 8. Februar 2013

12-1 2013: Der Recherche-Quilt

Ich gestehe, ich bin stolz drauf.

Das ganze kleine Ding wurde mit der Hand genäht. Klar, nach dem Zusammenbau der Würfel hätte ich den Rest auch mit der Maschine machen können, aber irgendwie kam´s mir dann auch komisch vor, so nach all der Näherei.

Der Kleine ist ein waschechtes 12-12, der dunkelblaue Stoff ist ein Rest meines Arbeitszimmervorhangs, der blaue mit den weißen Blümchen war mal angedacht für eine Schürze für die Nürnberger Biedermeierei, der weiße mit den blauen Blümchen ist der Rest eines Oberteils.

Ein bißchen gehasst habe ich mich für das dunkelblau auf dunkelblau, als bevorzugter Nachtarbeiter ist das etwas... ungünstig. ;) Ebenfalls nicht ganz so schlau war die Idee, zwei Lagen Vlies zu nehmen und das Top komplett auf eine Lage Stoff zu applizieren. Die Quilterei wäre mit weniger Lagen um einiges leichter gewesen. ;)

Die Stempelform gibt´s bei Quilt it & Dotty, und auch ansonsten steckt ein Hauch cayscher Irrsinn drin, aber immerhin, mein kleiner Quilt ist kein Monsterprojekt gewesen. ;)

Von vorne:



Und von hinten (vorgestern hab ich sogar noch drangedacht, daß sowas ja auch signiert werden muss...), etwas überhellt:


Das wirklich Schlimme? Es hat nichtmal genervt, gerade das Handquilten hat eine Menge Spaß gemacht und ich denke, als nächstes probiere ich mich mal an einem Wholecloth Quilt aus. Es sind schon ein paar Bücher zum Thema Welsh Quilts unterwegs, da erspar ich mir dann auch den Schrägbandfrust. Zu Nähen war´s nicht schlimm, nur wellt´s jetzt hinterher etwas.


Freitag, 4. Januar 2013

Jahresrückblick 2012

Der obligatorische Handarbeitsjahresrückblick.

2012 ging eine Menge Wolle durch meine Hände: 5105 Meter Garn wurden verstrickt, 6816 Meter verhäkelt, das macht insgesamt fast 12 Kilometer Wolle, das ist doch ordentlich.

Insgesamt wäre das an beendeten Projekten:

1 Spielzeug
1 Mütze
1 Paar Handschuhe
1 Kurzarmpulli
1 Monsterdecke mit passendem Kissen
1 Tasche
2 Schals
3 Jacken
3 Tücher
7 Paar Socken

Beim Nähen sieht´s nicht ganz so dolle aus. Immerhin habe ich mich bei den Neukäufen heuer sehr zurückgehalten, was neu reinkam wurde in der Regel auch zügig vernäht.
Letztlich sind es aber doch nur 31,2 vernähte Meter Stoff, und auch bei 12-12 ist mir zum Ende hin mal wieder die Puste ausgegangen. Immerhin, bei den Altlasten ist einiges passiert, und es gibt ja doch einige Nähsachen (v.a. Sommeroberteile), die nicht als 12-12 zählen. Trotzdem, da geht noch was. Nächstes Jahr muss da mehr passieren!

12-1 Wohnzimmerquilt
12-2 Schaukelstuhlpolster (nach 3,5 Jahren...)
12-3 Standardgammelhose
12-4 Wärmflaschenhülle, Rock, Oberteil
12-5 Abendoberteil
12-6 nach Jahren fertiggestellter Rock
12-7 gekürzte Hose (lag seit JAHREN herum)
12-8 Oberteil
12-9 Oberteil
12-10 hier setze ich dreist das Top des Recherche-Quilts ein. Nur aus Bestandsstoffen und von Hand genäht, das ist ein Teil. ;)
12-11 -
12-12 -

Da ist nun wirklich noch Luft nach oben! Gerade bei den historischen Sachen ist kaum was passiert.


Was nehme ich mir für 2013 vor?
12-12 wird natürlich fortgesetzt, die Regeln bleiben die alten.
12-12 ist aus dem Fundus zu bestreiten, wobei ich jetzt auch als 12-12 gelten lasse, was als Muster schon ewig herumlag, aber noch einen passenden Stoff brauchte, so lange der Stoff günstiger ist als das Schnittmuster. ;) Das Fertigstellen von Ufos gilt, auch wenn der Stoff dafür ursprünglich neu angeschafft wurde.

Das Streifenempire vom Mini-Bordenau muss fertig werden.
Der Recherchequilt auch.
Endlich mal einen vernünftigen Hosenschnitt bauen (ach je, das nehm ich mir seit Jahren vor...).
Wo wir schon bei running gags sind: Die Karotunika vom 2010/II-Bordenau, die könnte ich mal fertig machen. ;) Die vielbesungene rote Cordhose hat sich auch nicht bewegt.

So nebenbei ist jetzt auch das erste Jahr bei Blogger um. 18 Einträge, knapp 2800 Besucher.
Ich glaube, mehr Statistik muss heute nicht sein. 

Freitag, 12. Oktober 2012

Die wilden 70er

Am Wochenende ist mein Monsterprojekt fertig geworden: Eine 70er-Jahre-Häkeldecke.
Die Farben passen, nur beim Material bin ich auf Baumwollgarn ausgewichen und hab mir das historisch korrekte Polyester gespart. ;) Das Monsterchen ist exakt so groß wie mein Quilt vom letzten Winter.

In nackten Zahlen: In der Decke stecken 2651,7m (oder 2901,2 yards) Garn. Bei 65 Streifen zu je 448 Stäbchen zuzüglich jeweils 8 Stäbchen für die Umrandung ergibt das erschütternde 29.640 Stäbchen, die ich seit Ende Juli gemütlich und mit längeren Unterbrechungen gehäkelt habe. Am meisten verblüfft mich, daß mir das Muster nicht zu langweilig geworden ist.



Das Garn: Drops Paris (schlicht der Bezahlbarkeit wegen), das Muster stammt von Lucy of Attic24.

Um den Rest der Wolle loszuwerden, hab ich dann noch ein Kissen dazu gemacht. Das ist noch etwas unförmig, da mit einem quadratischen Kissen befüllt, das ich bei Gelegenheit noch austauschen werde.  Anleitung: Granny Circle von LollipopTreeLane



Ich habe auch schon das nächste 70er-Jahre-Häkelprojekt in Arbeit, diesmal nur Streifen, keine Wellen, aber krassere Farben. Es wird ein Jäckchen (oder eine Weste, mal gucken, wie weit das Rowan Summer Tweed reicht).


Eine kleine Preview noch:
Als ich bei Cay in Bordenau war, hat sie mich mit den tollen Patchwork-Stempeln von Dotty infiziert. Eine gemütliche Handnäharbeit für Fernsehabende, die irgendwann meinen lange ersehnten Recherche-Quilt* ergeben wird. Nachdem die Stoffe hier schon wirklich lange lagern wird das ein echtes 12-12. :)


*Recherche-Quilt: Irgendwie ende ich bei der Literaturrecherche immer von Bücherstapeln umgeben auf dem Fußboden meines Arbeitszimmers. Da das Laminat dann auf Dauer immer etwas arg kühl ist, muss Abhilfe her.

Sonntag, 7. Oktober 2012

12-7 - 12-9: Häkelgeheimnisse, De-Stashing und Empire-Preview


Naja, ein Geheimnis war dieses Projekt v.a. für mich. Nachdem das letzte Baustellenprojekt beendet war, habe ich daheim natürlich wieder Fingerbewegungsdrang verspürt und mir einfach mal ins Blaue hinein zwei zusammenpassende Knäul Garn und ein Granny Squares-Muster geschnappt und losgehäkelt. Daß es eine Tasche werden sollte, wurde mir dann mit der Zeit klar, wobei man auch ehrlich sagen muss: So groß war die Auswahl nun nicht. Irgendwann kommt da vielleicht noch ein Innenfutter aus dem Rest des Empire-Outfits vom letzten Jahr dazu.



Dazu gibt es gleich noch einen kleinen Beitrag zum Thema de-stashing. Das einsame Knäuel "Rustic Nature" von Karen Noe, eine schöne Mischung aus Seide und BW liegt hier bestimmt auch schon zwei Jahre und wurde jetzt zu einem kleinen Sommerschal verarbeitet.



Auch ein echtes 12-12 ist der Vorhang für mein Billy-Schuhregal. Das sah immer etwas graddelig aus und eingestaubt ist auch alles. Jetzt gibt´s dafür einen kleinen Vorhang aus Stoff, der mal als Oberteil gedacht war, sich aber als zu steif und knitteranfällig erwiesen hat. Wieder 0,8m weg. :)

Inzwischen gibt es auch noch ein Ultra-12-12 in Form einer gekürzten Hose, die bestimmt schon seit 3 Jahren auf dem Änderungsstapel lag. Un-12-12 war ein neues Oberteilchen nach dem inzwischen hinlänglich bekannten Mamu-Schnitt. Aber an der Puppe ohne Oberweite macht´s einfach nichts her.



Als 12-8 fungiert eine Neuauflage des Ottobre-Shirts, diesmal mit an den Flimsstoff angepasster Arbeitsweise.  Und wieder krankt´s an der Präsentierbarkeit. Schaut einfach blöd aus an der flachbrüstigen Tante...


Dafür gibt´s noch eine kleine Preview:
Im Mini-Bordenau am letzten Wochenende ist ein guter Teil Frontklappenkleid (PI 464) gewachsen! Im Südbordenau gab´s ja einiges an Frustration ob der nicht vorhandenen Stoffmenge. Inzwischen wurde nachgekauft. ;)



Freitag, 22. Juni 2012

12-6: Rock-Romantik und Co.

12-6 gehört mal wieder in die Kategorie "was lange währt".
In der alten Wohnung und da bestimmt auch nicht im Jahr des Auszugs, also so über den Daumen gepeilt 5 Jahre liegt hier schon ein graublauer Popeline-Rock in A-Form (Burda 8974, wir hatten alle mal Zeiten, in denen wir für das simpelste Teil ein Schnittmuster verwendet haben ;) )rum, der einfach nur neu gesäumt werden müsste. Er hatte schonmal einen Saum, nur war mir der selbst damals zu graddelig und wurde wieder aufgetrennt. Und so lag er dann... Und lag. Und lag.
Neulich fiel er mir dann wieder in die Hände. Zur Feier des Tages hab´ ich das Innenleben erstmal versäubert und anschließend einmal um den Saum und dann nochmal etwas weiter oben ein bißchen Spitze draufgepackt (ein Hoch auf den sog. Ecken-Fuß), weil mir einfach säumen nach so langer Zeit jetzt doch etwas banal vorgekommen wäre. Rock lag ewig, die Spitze hab ich schon mindestens genauso lange, also ein echtes 12-12.



Und es gibt ein neues Oberteil.
Hmja, ich hatte mir ja gesagt, ich will künftig mehr Jersey vernähen, deshalb steht hier auch seit einem halben Jahr die Overlock rum.
Also gab´s jetzt das Top "Susie" (Nr. 7) aus der Ottobre 5/2010. Auch mal so als Beweis, daß ich nicht nur Raglan-Ärmel und Raff-Ausschnitte nähe. ;) Diesmal gibt´s dann auch ein Photo mit mir drin, weil Flimmsjersey und die flachbrüstige Trulla im Wohnzimmer aka die Schneiderpuppe einfach nicht zusammenpassen. Der Saum ist natürlich gleichmäßig, aber im Kampf gegen den Fernauslöser ist er ein bißchen hochgeklappt auf der linken Seite.


Auf der Haben-Seite: Endlich mal ein Schnittmusterhersteller, der Oberweite nicht mit Preisboxerschultern gleichsetzt. Die aufgrund der Vorgaben gewählte Größe (zwischen 2 Größen, ich bin da ja gnadenlos und bau mir meine eigene Linienführung zwischen den beiden) passt großartig.

Nicht so prickelnd finde ich die Lösung für den Halsausschnitt. So einen Blödsinn mach ich nicht nochmal. Die Herrschaften geben vor, erst (1) eine Schulternaht zu schließen, dann (2) die Kante mit einem Jerseystreifen zu versäubern und erst danach (3) die 2. Naht zu schließen.
(1) ist noch okay.
(2) find ich ... nicht so toll. ;) Zum einen hat man auf der Innenseite dank der Umklapptaktik, die immerhin gut funktioniert, unversäuberten Jersey, zum anderen sind wir grandios an der Zwillingsnaht gescheitert. Auf dem Probeläppchen ging´s super, nur vor Ort am Ausschnitt half nichts. Mal ausgelassene Stiche, mal schlurpte die Juki den ultraflimmsigen Jersey weg, mal lief´s gut. X Mal probiert, glücklich wurden wir irgendwie nicht.
(3) Wäre ja alles schön und gut, wenn man hinterher nicht so eine unschöne Ansatzkante auf der 2. Schulter hätte.
Fazit: Schnitt toll, diese Lösung nicht. Wenn ich das Shirt nochmal mach, dann löse ich das anders.

A propos Freestyle: Ich hab die Ärmel gekürzt und den Abschluß der Ärmel verändert.
Immerhin, dank der ganzen Probiererei habe ich jetzt auch mal länger mit dem Obertransporteur gearbeitet. Bei den verbleibenden Säumen hat sich das wirklich bezahlt gemacht.

Samstag, 9. Juni 2012

12-5: Abendoberteilchen

12-5 ist die ordentliche Variante von 12-4b, diesmal in schwarz und ganz ordentlich mit overgelocktem Innenleben. Dazu ein echtes 12-12, der schwarze Popeline lagert hier schon seit... mächtig langer Zeit.



Dazu habe ich mal einen der Zierstiche der Juki auf den Stoff losgelassen, um das triste Schwarz etwas aufzulockern. Den gleichen Zierstich habe ich dann noch auf eine schwarze Samtborte gepackt, unter der hier der Gummi verläuft.



Fazit: Auch wenn der Schnitt von MaMu-Designs etwas unkooperativ ist (er ist zwar auf wunderschön festes Papier gedruckt, aber nachdem sich die Teile überschneiden, muss man ihn trotzdem abpausen, wie blöd ist denn bitte DIE Idee... ), ich finde ihn großartig und werde ihn sicher noch ein paar Mal zum Einsatz bringen. Er ist so wunderbar vielseitig. :)

12-4: Bordenau-Ausbeute

Bis Bordenau war ich im April v.a. mit Arbeit und einem gewissen farbenfrohen Quilt ausgelastet. Am langen Bordenau-Wochenende Ende April hatte ich dann endlich etwas Zeit, ein paar Sachen für mich zu machen:

12-4a wurde ein Wärmflaschenschlafsack. Der dunkelgrüne Stoff sollte hinlänglich bekannt sein, der ist jetzt aber auch zu Ende. ;)



12-4b hat mir etwas Muffensaußen bereitet. Der Schnitt nach dem Buch Sew What - Skirts war zwar extrem banal, aber der Wollstoff von Anita Pavani nicht unbedingt der billigste. Zum Glück ist er beim Anfilzen daheim in der Maschine nicht zu stark eingelaufen, trotzdem war davon auch nicht allzu viel vorhanden und das Gebastel um den Rapport etwas komplizierter, aber ich freu mich, daß es doch noch geklappt hat. Dem Stoff zu Ehren gab es dann auch den ersten nahtverdeckten Reißverschluß meines Näherinnenlebens. ;)
Sorry, er hängt ein wenig knüllerig, weil er im Hochsicherheitstrakt (aka geschützt vor Motten) gelagert wird.




12-4c hatte ich letzten Sommer schon zugeschnitten, aber nachdem ich im Herbst ziemlich von Arbeit weggespült wurde, wurde es irgendwie nichts mehr. Die Stoffe kennt ihr schon von 2 Sommeroberteilen aus dem letzten Jahr, und eigentlich hätte es auch nur ein Probeteil sein sollen. Nachdem es aber gar so schön gepasst hat, hab ich es dann trotzdem noch versäubert und tragbar gemacht. Der Schnitt ist übrigens von MaMu-Designs. Und okay, das Nähwerk ist ultraknüllerig. Seersucker : Ala - 1:0 (wenn heute schon die EM startet... ;) ).


Huch, so nebenbei: Wir feiern den 100. Blogeintrag! :)