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Sonntag, 7. Oktober 2012

12-7 - 12-9: Häkelgeheimnisse, De-Stashing und Empire-Preview


Naja, ein Geheimnis war dieses Projekt v.a. für mich. Nachdem das letzte Baustellenprojekt beendet war, habe ich daheim natürlich wieder Fingerbewegungsdrang verspürt und mir einfach mal ins Blaue hinein zwei zusammenpassende Knäul Garn und ein Granny Squares-Muster geschnappt und losgehäkelt. Daß es eine Tasche werden sollte, wurde mir dann mit der Zeit klar, wobei man auch ehrlich sagen muss: So groß war die Auswahl nun nicht. Irgendwann kommt da vielleicht noch ein Innenfutter aus dem Rest des Empire-Outfits vom letzten Jahr dazu.



Dazu gibt es gleich noch einen kleinen Beitrag zum Thema de-stashing. Das einsame Knäuel "Rustic Nature" von Karen Noe, eine schöne Mischung aus Seide und BW liegt hier bestimmt auch schon zwei Jahre und wurde jetzt zu einem kleinen Sommerschal verarbeitet.



Auch ein echtes 12-12 ist der Vorhang für mein Billy-Schuhregal. Das sah immer etwas graddelig aus und eingestaubt ist auch alles. Jetzt gibt´s dafür einen kleinen Vorhang aus Stoff, der mal als Oberteil gedacht war, sich aber als zu steif und knitteranfällig erwiesen hat. Wieder 0,8m weg. :)

Inzwischen gibt es auch noch ein Ultra-12-12 in Form einer gekürzten Hose, die bestimmt schon seit 3 Jahren auf dem Änderungsstapel lag. Un-12-12 war ein neues Oberteilchen nach dem inzwischen hinlänglich bekannten Mamu-Schnitt. Aber an der Puppe ohne Oberweite macht´s einfach nichts her.



Als 12-8 fungiert eine Neuauflage des Ottobre-Shirts, diesmal mit an den Flimsstoff angepasster Arbeitsweise.  Und wieder krankt´s an der Präsentierbarkeit. Schaut einfach blöd aus an der flachbrüstigen Tante...


Dafür gibt´s noch eine kleine Preview:
Im Mini-Bordenau am letzten Wochenende ist ein guter Teil Frontklappenkleid (PI 464) gewachsen! Im Südbordenau gab´s ja einiges an Frustration ob der nicht vorhandenen Stoffmenge. Inzwischen wurde nachgekauft. ;)



Montag, 25. April 2011

Regency-Overdress


Damit ich mit dem hellen Kleid nicht weißer daherkomme als die Braut, sollte es ja noch ein pistazienfarbenes Überkleid zum Frankensteinkleid geben.
Erfreulicherweise entspricht die Schnittkonstruktion von Wingeo grob den Teilen meines Kleides, weshalb ich hier auf ein Probestück verzichtet habe. Die Schnittteile des Wingeo-Schnitts habe ich anhand des Kleiderschnitts wo nötig ein bißchen angepaßt und etwas Weite zugegeben. Auf die Ärmel des Overdress habe ich verzichtet, das wäre mir zuviel Gewurschtel um die Oberarme gewesen.
Insofern war das Überkleid nach all den Änderungen am eigentlichen Kleid eine relativ schnell genähte Angelegenheit, aber es mag sein, daß der sich langsam anschleichende Zeitdruck auch seinen Teil beigetragen hat.
Wingeo sieht eigentlich eine komplette Fältelung des Rockteiles vor, was mir aber etwas übertrieben erschien. Ich habe sie auf die Rücken- und Seitenpartie beschränkt, wie man es auch vielen erhalten Originalen sieht. Bei der Verarbeitung der verschiedenen Stofflagen habe ich mich wieder am Past Patterns-Kleid orientiert, die Anleitung von Wingeo ist doch recht schmal.
Raffiniert finde ich die Einraffung des vorderen Seitenteils unter der Achsel. Das ist wirklich eine schöne Lösung, die keinen großen Aufwand erfordert.
Derzeit fehlen noch die Knöpfe vorne am Verschluß, aber nachdem die erst in den nächsten Tagen mit der Post kommen und ich nicht weiß, wie es dann mit Zeit, Tageslicht und Motivation in der Wohnung aussehen wird, gibt es die Photos heute schon in der "fast fertig" Variante. Detailaufnahmen mit den Knöpfen kommen dann nach.
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Sonntag, 24. April 2011

Regency a la Frankenstein


Nachdem ich ausreichend lange mit dem Probeoberteil geschmollte hatte, habe ich beim Frühjahrsbordenau einen 2. Anlauf gewagt.
Letztlich ist von dem ursprünglichen Folkwear-Schnitt nicht viel übriggeblieben. Den Rücken habe ich von Period Impressions 460 übernommen (Danke, Eva!), der Verschluß ist - vergleichbar mit dem Past Patterns-Schnitt nach vorne gewandert, die Front wurde entsprechend der Länge des PI-Schnitts verlängert. Dazwischen habe ich dann aus beiden Schnitten neue Ärmel konstruiert, denen ich bei dieser Gelegenheit auch gleich etwas Luft rausgelassen habe (= Volumenreduzierung ;-) ). Faszinierenderweise hat das 2. Probestück bis auf 2 winzige Änderungen dann auch auf Anhieb gepaßt.
Damit mein Kurzmieder nicht durch den hellen Stoff scheint, wurde das Oberteil um eine Klappenkonstruktion unter der Raffung vorne erweitert (ähnlich denen am PP-Schnitt). Irgendwo zwischen all diesen Änderungen bekam das gute Stück dann auch den Titel "Frankenstein-Kleid", weil es aus so vielen Versatzstücken zusammengesetzt ist. Nachdem aber die Varianz zeitgenössischer Kleider so groß ist, habe ich kein schlechtes Gewissen bei all diesen Maßnahmen.
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PhotobucketBeim Nähen (unglaublich, aber wahr: die Featherweight schnurrt wieder, die lange Tüftelei hat sich gelohnt) bin ich dem Aufbau des Kleides gefolgt, auf dem der PP-Schnitt basiert.
Den Rockteil habe ich zu weiten Teilen von Folkwear übernommen (das bedeutet in diesem Fall: trapzförmiges Vorderteil, trapezförmige Seitenteile und die Full back-Variante). Nachdem ich jedoch befürchtet hatte, die glatte Front könnte an mir nicht gut aussehen und aufgrund des Frontverschlußes unter Umständen unschön aufklaffen, habe ich die Vorderseite auf die Breite der PP-Front erweitert und die Mehrweite des Folkwear-Oberteils auf dieses Maß eingereiht. Noch ein paar Zugbänder rein und Säume dran, und plötzlich war es fertig.
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Dienstag, 1. März 2011

12-2: Probeoberteil

Im Laufe des Februars habe ich mal ein Probeoberteil vom Folkwear-Schnitt gemacht und als 12-2 deklariert.
Allerdings hat sich der Schnitt als reichlich problematisch erwiesen. Wieder einmal gehen Designer davon aus, daß man bei einer größeren Oberweite automatisch Schultern wie ein Preisboxer hat.
Ich gebe zu, ich habe keine Lust, diesen Schnitt, den ich aufgrund des Rückenverschlusses für mich eh als suboptimal empfinde nun ewig abzuändern. Ich habe ein wenig mit mir gerungen und es wird nun darauf hinauslaufen, daß ich den Rücken neu konstruiere und den Verschluß nach vorne verlege, vmtl. ähnlich wie beim Past Patterns-Schnitt. Ich werde auch ein wenig Volumen aus den Ärmeln herausnehmen.
Ich gestehe, ich habe auch schon überlegt, einfach nochmal den PP-Schnitt zu verwenden, aber irgendwie wäre das auch fad. Einen Schnitt für ein Frontklappenkleid hätte ich zwar auch noch, aber den fände ich unter dem Überkleid nicht so gelungen.
Naja, kommt Zeit, kommt Kleid.

Samstag, 22. Januar 2011

Empire Reloaded

Ich habe ja bereits im 12-12 angekündigt, daß es 2011 auch mal wieder ein historisches Kleidungsstück von mir geben könnte.
Schnitte sind da, Stoff ist da, es kann quasi losgehen.
Der weiße Stoff mit dem grünen Farn (müßt ihr mir jetzt glauben, beim nächsten Mal gibt´s ein Close-up) liegt hier schon etwas länger herum. Die grüne Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau habe ich bei StoffamStück gefunden.
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Das eigentliche Kleid nach dem Folkwear-Schnitt 215 in der A-Variante wird aus dem gemusterten Stoff entstehen. Wie man sieht: es gibt schon den Zuschnitt für´s Probeteil obenrum.
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Darüber wird es dann noch Wingeo 255 aus dem grünen Stoff geben. Don´t panic! OHNE den Turban.

Samstag, 15. Januar 2011

12-12: Fazit und Fortsetzung (12-1 2011)

Auch in diesem Jahr nehme ich das 12-12-Projekt aus dem Kostümkramforum wieder zum Anlaß, meine vorhandenen Stoffberge (aktuelle Zahlen sagen, daß ich mich den 400 Metern nähere *schäm*) abzubauen.
Ich bleibe bei meinen "Regeln": Pro Monat ein Nähstück, möglichst aus Beständen. Wenn es mal einen Monat nicht klappt, ist das auch kein Drama, ich will mir selbst keinen Druck machen. Am Ende des Jahres sollten trotzdem mindestens 12 Teile vorliegen. Stricken gilt bestenfalls dann, wenn ich ein Ultralangzeit-Ufo beende oder Langzeitwollbestände verwende.
Fazit 2010:
Insgesamt fand ich das Projekt 2010 recht erfolgreich, auch wenn der berufliche Alltag mir ein paar Monate einen Strich durch die Rechnung gemacht hat:
12-1: Nadelmappe
12-2: schwarzen Cordrock gekürzt
12-2b: rotes Oberteil fertiggestellt
12-2c: Filztasche angefangen
12-3: ---
12-4: ---
12-5: ---
12-6: Chupa-Rock
12-6b: Vorhang für das Wohnzimmerregal
12-7a-c: Oberteile
12-8: ---
12-9: Gabardine-Rock (insbesondere für unter den bislang ungeposteten Evillarock)
12-10: Bordenau: Unterrock unter den schwarzen Cordrock
12-10b: Bordenau: Tunika angefangen
12-11: ---
12-12: ---

Dazu wurden 2010 knapp 10,5km Wolle verstrickt, was mich generell ganz zufrieden auf meinen Handarbeits-Output blicken lässt.
Fortsetzung: 12-1a bis 12-1d
Tatsächlich habe ich heuer sogar schon etwas zustande gebracht. Bei Julchen in Graz habe ich - sicherlich deshalb, weil ich kaum Stoff hier habe - einige schöne Stoffe ergattern können. Wieder daheim habe ich mich prompt selbst erstaunt und ihn zu einem Rock verarbeitet, auch bekannt als 12-1a.
Muster gab es dieses Mal keines, ich habe das Buch Sew what! Skirts als Anhaltspunkt verwendet (und erfreut festgestellt, daß die genauso arbeiten, wie ich sonst immer improvisiert habe ). Statt eines separaten Unterrocks gibt es ein kontrastfarbenes Futter (okay, sieht man jetzt nicht, trotzdem danke, Julchen!), das per Hand am angehexten Saum befestigt wurde. Ich finde, die Handarbeit hat sich wirklich gelohnt! Sieht doch wesentlich schöner aus als Maschinensäume.
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(Okay, die Falte vom rumliegen sollte ich vielleicht wieder rausbügeln. )
Aus mysteriösen Gründen habe ich am nächsten Tag gleich weitergemacht mit einer Wellness-Hose (klingt viel schöner als Schlabberhose, meint aber das gleiche ). Schnitt: Simplicity 3699. Ein echtes 12-12-Stück, denn den Stoff habe ich bestimmt schon seit 3 Jahren. Photos von 12-1b sind hiermit nachgereicht (hängt ein bißchen unmotiviert am Schrank...):
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Mein verstörender Arbeitseifer ging mit 12-1c weiter: ich habe das Empire-Miederchen repariert. Da haben sich mit der Zeit zwei der Stäbe in die Freiheit gearbeitet, was jetzt von zwei Streifen Schrägband gestoppt wurde. Danke ans Asterchen für die Idee!
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(Vorher-Bilder gibt´s hier .)
Am wichtigsten ist jedoch 12-1d.
Das Korsett (LM 100, Oberstoff bestickter Seidentaft) ist weit gereist: das Probestück ist ein echtes Bordenauer Kind, ebenso wie ein Großteil des eigentlichen Korsetts, und fast wäre auchin Tilburg daran gearbeitet worden (da hatte ich allerdings eine Lage daheim vergessen). Zuletzt mußte ich nur noch ein paar Stäbe kürzen (was sich größtenteils erledigt hat, da ich ein paar kg abgenommen habe und nichts mehr gepiekst hat) und das Schrägband annähen.
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Auf Bilder am lebenden Objekt müßt ihr leider verzichten, ich möchte nicht unbedingt Unterwäsche-Photos von mir im www unterwegs wissen. Gerade um die "Körbchen" fältelt es deshalb ein wenig und auch sonst entstehen ein paar Züge, die es an mir eigentlich nicht hat.
Als 12-1e schicke ich noch eine kleine Nutzlosigkeitsstudie ins Rennen:
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Jetzt bin ich mächtig gespannt, wie sich der Februar macht, inzwischen bin ich nämlich schon wieder zum Stricken übergelaufen.

Mittwoch, 14. November 2007

Da war doch mal was...

Bei der Blauen Nacht hatte ich mit einer lieben Teilnehmerin beschlossen, im Herbst in den Film "Becoming Jane" ins Kino zu gehen. Und zwar standesgemäß. Neben einem schönen Abend habe ich mir davon vor allem versprochen, endlich mal mit meinem Regency-Projekt in die Puschen zu kommen.
Die Unterwäsche in dieser Zeit ist relativ schnell abgehandelt: Die Chemise hatte ich schon für das Nürnberger Biedermeier gemacht. Als Korsett sollte eigentlich ein Schnitt von Past Patterns herhalten, allerdings erfordert der Reet-Versteifung, und sowas ist hierzulande nicht so leicht zu bekommen. Also hab ich aus besagtem - ungewöhnlich authentischen - Simplicity-Packerl auch das Kurzmieder gemacht, erstmal als Plan B.
Das Teil musste reichlich modifiziert werden, da meine Oberweite vom Hersteller nicht mehr vorgesehen ist. Das hat aber ganz gut funktioniert, das Ergebnis zauberte sogar der Schneiderpuppe einen ordentlichen Vorbau. Der Oberstoff ist historisch ganz unkorrekter Polyjacquard, das Zwischenfutter eine Lage Baumwolle und das Innenfutter... ein Rest von der hellblauen Baumwolle vom Biedermeier-Mutzen. Hat farblich so schön gepaßt. Farblich passendes Schrägband habe ich leider keines gefunden, und basteln wollt ich keins, der Oberstoff hat mich schon genug aufgeregt (hat gefusselt wie nur was). Von den Optionen, die ich hatte, erschien mir das dunkelbraun die beste.









Das Kleid ist der wunderbare Schnitt Past Patterns 031. Nachdem ich nicht das übliche Weiß, sondern eher ein ländlich-englisch-gedecktes Kleid haben wollte, habe ich sehr lange nach einem pa
ssenden Stoff gesucht. Eines Nachts habe ich bei einem amerikanischen Ebay-Händler traumhafte Baumwolle mit eingewebten Streifen gefunden. Ich glaube, ich hab mir noch nie soviel Mühe beim Nähen gegeben wie bei diesem Kleid...





Nachdem der Kinotermin recht spät im Jahr lag, nämlich am 31.10. (jaaa, Halloween, aber das war uns bei der Planung nichtmal bewußt) musste dann auf die schnelle noch ein wärmendes Darüber her. Also hab ich auf die Schnelle noch den Spencer-/Pelisse-Schnitt von Sense&Sensibility-Patterns angeschafft, nach dem Blättern im Buch "Fashion in Detail" erfreut festgestellt, dass dunkelblauer Samt "A" ist und den "Rest" Samt aus meiner Stofftruhe gefischt. Nach einigen Änderungen und Modifikationen war das Ergebnis zumindest von außen vorzeigbar. Das gute Stück ist natürlich erst in der Nacht vor dem Termin fertiggeworden, das Innenleben ist also eher chaotisch.
Bei Gelegenheit muss da noch irgendwie Zierrat drauf. Nachdem ich dafür aber weder Zeit noch Inspiration hatte, bleibt das Ding erstmal so, wie es ist.



  Bilder gibt es derzeit nur ein paar verfrorene, da es in dieser Nacht wirklich lausig kalt war. Ich war ziemlich froh, mich für was Warmes entschieden und dafür die Kopfbedeckung übersprungen zu haben. Irgendwann wird auch das geändert. Ansonsten war es ein sehr schöner Abend. Die einhellige Erkenntnis lautete im Übrigen, daß das eine ungemein bequeme Epoche ist. Das einzig unpraktische waren unsere modernen Strumpfhosen.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Rekonstruktion: Die Unterwäsche



Die Recherche war hier besonders schwierig. Was auch daran liegt, daß Informationen über Kleidung aus Nürnberg zu der Zeit allgemein nicht leicht ist.
Auf jeden Fall brauch ich eine Chemise, also ein Unterhemdchen.
Nach meiner Literatur zu Trachten in Nürnberg und der Umgebung sind Unterhemden meist langärmlig. Die Bildquellen für Nürnberg zeigen jedoch hellere Farben und schlankere Silhouetten, die Kleidung ist in der Stadt offenbar enger an die Empire-Mode angelehnt.
Also werde ich ein vorhandenes Schnittmuster einer Regency-Chemise nehmen. Das Schnittmuster von Simplicity Nr. 4052 hab ich schon länger aus anderen Gründen herumliegen. 




Eine Vorlage für ein Hemdchen einer Nürnberger Handwerkersfrau werde ich kaum finden, und so gilt: man sieht es eh nicht, sollte ich irgendwann was besseres finden, kann ichs ersetzen. Es deckt sich wenn schon nicht der regionale, so schon der zeitliche Rahmen.
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30.04.07:Auch wenn die Chemise schon länger in diesem Zustand ist bin ich erst heute zum photographieren gekommen.
Der Saum und die Ärmel sind noch nicht fertig, das möchte ich erst machen, wenn der Rest soweit ist. Ich hab ganz brav überall Kappnähte gemacht, die mal besser, mal schlechter funktioniert haben (an manchen Stellen wollten Kapp und Naht nicht recht zusammenfinden... ;-) ). Mit dem Schrägband am Ausschnitt bin ich allerdings etwas brutaler umgegangen, weil ich schlicht und ergreifend keine Zeit hatte, das auf der Innenseite von Hand anzunähen.



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16.05.2007:
Hab heut endlich gar versäumt: unten vorschriftsgemäß 2 mal umgeschlagen, an den Ärmeln allerdings mit Schrägbarnd.
(zugegebenermaßen hab ich am Ende des Saums gemerkt, dass mir wohl gleich am Anfang der Faden von der Oberfadenspannung gehopst is... iiiirgendwann werd ich das korrigieren... aber bestimmt nicht vor der Blauen Nacht)
Das Hemdchen ist also fertig!!!

Nachtrag 2012: Inzwischen hätte ich wunderbare Vorlagen für lokale Hemden. Irgendwann werde ich sicher einmal eines machen!