Samstag, 29. Dezember 2012

Post-Block Blog-Post 2

So, nun noch ein großer Nachschlag mit Sachen, die nicht in meinem Haushalt verbleiben. ;)

Seit Monaten liegt hier schon ein wunderschönes Tuch herum, das ich einfach nicht geblockt bekommen habe - es ist zu groß für meinen Teppich. Also musste ich eine Zeit abpassen, zu der ich es auf meinem Bett spannen kann. ;)
Das Muster "Flamenco" stammt von Birgit Freyer, die Wolle wurde in der Hamburger Wollfabrik von der neuen Besitzerin ausgewählt. Ich glaube, so bedröppelt war ich noch nie, ein Strickwerk abgeben zu müssen.


Zur gleichen Person wechselt auch dieses Mützchen:


Und für den Nachwuchs gibt´s ein jahreszeitlich etwas verfehltes Wendehuhn. Das Muster stammt aus dem großartigen Buch "Itty-bitty toys" und sollte eigentlich einen Singvogel ergeben. Nachdem der kleine Mann aber wohl gerade eine Bauernhof-Phase hat, gibt´s eben noch einen Kamm obendrauf. ;)



Sonntag, 23. Dezember 2012

Post-Block Blog-Post 1

Lange habe ich nichts von mir hören lassen, die Näherei liegt derzeit brach, seit der Fertigstellung des Tops für den Recherche-Quilt ist nichts mehr passiert. Dafür müssen jetzt endlich ein paar Strickaltlasten Stück für Stück präsentiert werden. Hauptsächlich Tücher, die teilweise seit einem halben Jahr hier ungespannt in der Gegend rumliegen. Zwei habe ich jetzt mal geblockt und vernäht.

Ziemlich lang liegt hier das "Heart of Wales" (Muster: Judy Marples) herum, auch weil es mich nach dem Stricken etwas verwirrt hat, da es zwar lang, aber sehr schmal wirkte, ich dachte schon, da wäre was schiefgegangen. Seit dem Blocken gestern sieht es aber wie ein normales Tuch aus. Ich bin nur etwas unschlüssig, ob ich es wirklich behalte, dabei ist das Garn aus der Hamburger Wollfabrik (1001 Socke) wirklich schön. Naja, mal sehen.





Das zweite Tuch für heute ist das Suki nach einem Muster von Miriam Pike. Auch wenn mir beim Stricken viel zu viele Reihen öde linke Maschen drin waren (der gestreifte Teil besteht fast nur als linken Maschen), mein erstes zweifarbiges gefällt mir doch extrem gut, und das obwohl die beiden Garne sich eher zufällig in meinem Stash getroffen haben. Im Detail wären es Schoppel Admiral Bambus Plus mit dem klangvollen Namen "Puck, die Stubenfliege" für den Grundton und Filace Sixty in Terra für die Streifen.







Dienstag, 13. November 2012

Von Island zu Fischgrat-Socken

Nachdem man mir neulich mal wieder vor Augen geführt hat, was alles dabei rauskommen kann, wenn man mehrfarbig strickt, habe ich der Sache doch nochmal eine Chance gegeben.
Zuerst habe ich - quasi als Aufwärmübung - die Socken "Island" aus dem Verena Sonderheft "In 80 Socken um die Welt" vervollständigt. Die erste war immerhin schon seit Februar 2011 fertig. ;)


Danach habe ich etwas gesucht mit kurzen "Überbrückungen" zwischen den Farben. Das Muster "Kieler Sprotte" aus dem fabelhaften Buch "Socken aus aller Welt" fand ich schon immer toll, hab mich aber nicht so recht rangetraut, aber nun erschien es mir doch machbar. Und schau an, plötzlich hat das wirklich gut geklappt. Hilfreich war auch, den zweifarbigen Teil auf 2,75mm-Nadeln zu stricken (sonst verwende ich für Socken nahezu ausschließlich 2,5mm). Tja, und jetzt hab ich Fischgrat-Socken. :) Schon lange war ich nicht mehr so stolz auf etwas Gestricktes.


Sonntag, 28. Oktober 2012

Winteranfang 2012

Mein Winter beginnt ja immer mit einem Paar Socken. Diesmal war es ein angefangenes, das seit Mai einsam herumlag.
Diesmal gibt es die Par 5 Socks von Ingrid Hiddessen aus Fabiani Strumpfgarn Bamboo.



Ausgelöst wurde die Fertigstellung durch ein bißchen Färberei. Ich wollte schlicht nicht NOCH ein angefangenes Paar Socken herumliegen haben.
Als x. Testlauf für eine größere Wollfärbung für einen Pulli habe ich diesmalSchoppel-Wolle Admiral Bambus Seide mit Ashford-Farben in einen Topf gepackt. Immerhin, so langsam wird es heller, das Ergebnis nähert sich auch langsam der Vorstellung an. ;)



Freitag, 12. Oktober 2012

Die wilden 70er

Am Wochenende ist mein Monsterprojekt fertig geworden: Eine 70er-Jahre-Häkeldecke.
Die Farben passen, nur beim Material bin ich auf Baumwollgarn ausgewichen und hab mir das historisch korrekte Polyester gespart. ;) Das Monsterchen ist exakt so groß wie mein Quilt vom letzten Winter.

In nackten Zahlen: In der Decke stecken 2651,7m (oder 2901,2 yards) Garn. Bei 65 Streifen zu je 448 Stäbchen zuzüglich jeweils 8 Stäbchen für die Umrandung ergibt das erschütternde 29.640 Stäbchen, die ich seit Ende Juli gemütlich und mit längeren Unterbrechungen gehäkelt habe. Am meisten verblüfft mich, daß mir das Muster nicht zu langweilig geworden ist.



Das Garn: Drops Paris (schlicht der Bezahlbarkeit wegen), das Muster stammt von Lucy of Attic24.

Um den Rest der Wolle loszuwerden, hab ich dann noch ein Kissen dazu gemacht. Das ist noch etwas unförmig, da mit einem quadratischen Kissen befüllt, das ich bei Gelegenheit noch austauschen werde.  Anleitung: Granny Circle von LollipopTreeLane



Ich habe auch schon das nächste 70er-Jahre-Häkelprojekt in Arbeit, diesmal nur Streifen, keine Wellen, aber krassere Farben. Es wird ein Jäckchen (oder eine Weste, mal gucken, wie weit das Rowan Summer Tweed reicht).


Eine kleine Preview noch:
Als ich bei Cay in Bordenau war, hat sie mich mit den tollen Patchwork-Stempeln von Dotty infiziert. Eine gemütliche Handnäharbeit für Fernsehabende, die irgendwann meinen lange ersehnten Recherche-Quilt* ergeben wird. Nachdem die Stoffe hier schon wirklich lange lagern wird das ein echtes 12-12. :)


*Recherche-Quilt: Irgendwie ende ich bei der Literaturrecherche immer von Bücherstapeln umgeben auf dem Fußboden meines Arbeitszimmers. Da das Laminat dann auf Dauer immer etwas arg kühl ist, muss Abhilfe her.

Sonntag, 7. Oktober 2012

12-7 - 12-9: Häkelgeheimnisse, De-Stashing und Empire-Preview


Naja, ein Geheimnis war dieses Projekt v.a. für mich. Nachdem das letzte Baustellenprojekt beendet war, habe ich daheim natürlich wieder Fingerbewegungsdrang verspürt und mir einfach mal ins Blaue hinein zwei zusammenpassende Knäul Garn und ein Granny Squares-Muster geschnappt und losgehäkelt. Daß es eine Tasche werden sollte, wurde mir dann mit der Zeit klar, wobei man auch ehrlich sagen muss: So groß war die Auswahl nun nicht. Irgendwann kommt da vielleicht noch ein Innenfutter aus dem Rest des Empire-Outfits vom letzten Jahr dazu.



Dazu gibt es gleich noch einen kleinen Beitrag zum Thema de-stashing. Das einsame Knäuel "Rustic Nature" von Karen Noe, eine schöne Mischung aus Seide und BW liegt hier bestimmt auch schon zwei Jahre und wurde jetzt zu einem kleinen Sommerschal verarbeitet.



Auch ein echtes 12-12 ist der Vorhang für mein Billy-Schuhregal. Das sah immer etwas graddelig aus und eingestaubt ist auch alles. Jetzt gibt´s dafür einen kleinen Vorhang aus Stoff, der mal als Oberteil gedacht war, sich aber als zu steif und knitteranfällig erwiesen hat. Wieder 0,8m weg. :)

Inzwischen gibt es auch noch ein Ultra-12-12 in Form einer gekürzten Hose, die bestimmt schon seit 3 Jahren auf dem Änderungsstapel lag. Un-12-12 war ein neues Oberteilchen nach dem inzwischen hinlänglich bekannten Mamu-Schnitt. Aber an der Puppe ohne Oberweite macht´s einfach nichts her.



Als 12-8 fungiert eine Neuauflage des Ottobre-Shirts, diesmal mit an den Flimsstoff angepasster Arbeitsweise.  Und wieder krankt´s an der Präsentierbarkeit. Schaut einfach blöd aus an der flachbrüstigen Tante...


Dafür gibt´s noch eine kleine Preview:
Im Mini-Bordenau am letzten Wochenende ist ein guter Teil Frontklappenkleid (PI 464) gewachsen! Im Südbordenau gab´s ja einiges an Frustration ob der nicht vorhandenen Stoffmenge. Inzwischen wurde nachgekauft. ;)



Freitag, 22. Juni 2012

12-6: Rock-Romantik und Co.

12-6 gehört mal wieder in die Kategorie "was lange währt".
In der alten Wohnung und da bestimmt auch nicht im Jahr des Auszugs, also so über den Daumen gepeilt 5 Jahre liegt hier schon ein graublauer Popeline-Rock in A-Form (Burda 8974, wir hatten alle mal Zeiten, in denen wir für das simpelste Teil ein Schnittmuster verwendet haben ;) )rum, der einfach nur neu gesäumt werden müsste. Er hatte schonmal einen Saum, nur war mir der selbst damals zu graddelig und wurde wieder aufgetrennt. Und so lag er dann... Und lag. Und lag.
Neulich fiel er mir dann wieder in die Hände. Zur Feier des Tages hab´ ich das Innenleben erstmal versäubert und anschließend einmal um den Saum und dann nochmal etwas weiter oben ein bißchen Spitze draufgepackt (ein Hoch auf den sog. Ecken-Fuß), weil mir einfach säumen nach so langer Zeit jetzt doch etwas banal vorgekommen wäre. Rock lag ewig, die Spitze hab ich schon mindestens genauso lange, also ein echtes 12-12.



Und es gibt ein neues Oberteil.
Hmja, ich hatte mir ja gesagt, ich will künftig mehr Jersey vernähen, deshalb steht hier auch seit einem halben Jahr die Overlock rum.
Also gab´s jetzt das Top "Susie" (Nr. 7) aus der Ottobre 5/2010. Auch mal so als Beweis, daß ich nicht nur Raglan-Ärmel und Raff-Ausschnitte nähe. ;) Diesmal gibt´s dann auch ein Photo mit mir drin, weil Flimmsjersey und die flachbrüstige Trulla im Wohnzimmer aka die Schneiderpuppe einfach nicht zusammenpassen. Der Saum ist natürlich gleichmäßig, aber im Kampf gegen den Fernauslöser ist er ein bißchen hochgeklappt auf der linken Seite.


Auf der Haben-Seite: Endlich mal ein Schnittmusterhersteller, der Oberweite nicht mit Preisboxerschultern gleichsetzt. Die aufgrund der Vorgaben gewählte Größe (zwischen 2 Größen, ich bin da ja gnadenlos und bau mir meine eigene Linienführung zwischen den beiden) passt großartig.

Nicht so prickelnd finde ich die Lösung für den Halsausschnitt. So einen Blödsinn mach ich nicht nochmal. Die Herrschaften geben vor, erst (1) eine Schulternaht zu schließen, dann (2) die Kante mit einem Jerseystreifen zu versäubern und erst danach (3) die 2. Naht zu schließen.
(1) ist noch okay.
(2) find ich ... nicht so toll. ;) Zum einen hat man auf der Innenseite dank der Umklapptaktik, die immerhin gut funktioniert, unversäuberten Jersey, zum anderen sind wir grandios an der Zwillingsnaht gescheitert. Auf dem Probeläppchen ging´s super, nur vor Ort am Ausschnitt half nichts. Mal ausgelassene Stiche, mal schlurpte die Juki den ultraflimmsigen Jersey weg, mal lief´s gut. X Mal probiert, glücklich wurden wir irgendwie nicht.
(3) Wäre ja alles schön und gut, wenn man hinterher nicht so eine unschöne Ansatzkante auf der 2. Schulter hätte.
Fazit: Schnitt toll, diese Lösung nicht. Wenn ich das Shirt nochmal mach, dann löse ich das anders.

A propos Freestyle: Ich hab die Ärmel gekürzt und den Abschluß der Ärmel verändert.
Immerhin, dank der ganzen Probiererei habe ich jetzt auch mal länger mit dem Obertransporteur gearbeitet. Bei den verbleibenden Säumen hat sich das wirklich bezahlt gemacht.