Montag, 17. August 2009

Karoschlabberhose

Auf vielfachen Wunsch zweier Damen:
Nachdem ich mir ja zum Vernähen der vorrätigen Elastikstoffberge eine neue moderne Maschine zugelegt habe (die alte klang, als stünde jederzeit ein Warpkernausstoß bevor...), musste die jetzt am Wochenende natürlich ausführlich getestet werden. Jetzt haben also nicht nur die Videoregale und das Wohnzimmerfenster endlich ihre Vorhänge, nein, ich hab auch den eigentlichen Zweck der Maschine angetestet.
Ich habe eine Jersey-Schlabberhose zum Schlafen und Rumgammeln genäht. Schnitt: Irgendwas von Simplicity (okay, hab geschaut, 3699), Stoff von www.stoffe.de für seinerzeit 2 Euro/ Meter. Seeeehr bequem. Nicht spektakulär? Beschwert euch bei Bloody und Nagano für die Photos und den Eintrag.



P.S.: Schlabberhosen brauchen bei mir eine leichte Überlänge, sonst rutschen die Beine im Schneidersitz zu weit hoch.




Samstag, 25. Juli 2009

Elementares

Ja, auch mir scheint es, als wären meine Hobbys derzeit auf ein einziges zusammengedampft. Es gibt nämlich schon wieder Nachschub beim Schmuck. Heute ohne Nebendarsteller aus der Botanik, auf dem Balkon windet es zu arg.
Das erste neue Ohrring-Paar sollte eigentlich den Namen "Earth, Wind & Fire" bekommen, allerdings ist Disco nicht so ganz meine bevorzugte Musikrichtung, weshalb ich wieder von dem Plan abgekommen bin. Die Thematik bleibt jedoch: Die Hänger bestehen jeweils aus einer Perle schwarzer Lava, einem Silberdrahtknäuel und einer kleinen Granatperle, dieses Mal nicht mit einem durchlaufenden Stab, sondern locker verbunden. Im Gegensatz zu den größeren Paaren sind sie schön leicht, was dazu führt, daß ich sie dauernd trage.


 Nummer zwei der heutigen Ladung ist eine Kette; sie ist so ein bißchen der Ersatz für die Zitronenchrysopas-Lava-Kette vom letzten Mal, mit der ich doch nicht so recht warm geworden bin. Hier wollte ich jetzt ein bißchen mit dem Schmuckdraht experimentieren, dazu die bereits bekannten Zitronenchrysopas- und Lavaperlen, darüber hinaus kleine Amazonitkugeln und noch viel kleinere Silberkügelchen, die die einzelnen Segmente abteilen. Es hat dann doch verhältnismäßig lange gedauert, bis die Kette fertig war. Ich habe sie ganz nerdig während der Wiederholung der Originalsendung zur Mondlandung gebastelt, und irgendwie passen Farbe und Textur der Steine tatsächlich zur Thematik: der Chrysopas erinnert etwas an den Mond, die Lava an die raue Oberfläche und der Amazonit an die kleine Erde im Hintergrund. Ein Bekannter meinte am nächsten Tag prompt "Die sieht irgendwie aus wie aus den 60ern!". Na gut, jetzt heißt sie Mondlandungskette. 

 

Als letztes ein Set, von dem ich wusste, dass ich es machen muss, als ich die großen, gravierten Serpentinkugeln im Laden gefunden habe. Als Kontrast fungieren aus Horn und Bein geschnitzte Perlen, kleine Jadeperlen dienen als Abstandshalter und bilden die Kette. Bei den doch recht schweren Ohrringen bin ich schon auf die ersten Tragetests gespannt. Endlich ist es mir auch einmal gelugen, einen Verschluss herzustellen, der nicht aussieht wie selbstgemacht.


Freitag, 17. Juli 2009

Neues im Schmuckregal

Seit dem letzten Eintrag war ich nicht ganz untätig und kann euch heute den nächsten Schwung Bilder zeigen.
Zum einen die bereits angekündigte Kette zu den Zitronenchrysopas-Lava-Ohrhängern. Ich weiß noch nicht, ob sie mir auf dem Silber gefällt, kann sein, daß ich bei Gelegenheit mal schaue, ob ich sie auf durchsichtigem Material besser finde. Aber generell mag ich sie. 

Als Ohrringständer fungiert eine meiner Balkondahlien; bei der letzten Blührunde war sie noch dunkelrot uni. Mein Fazit: Dahlien sind seltsam. Aber trotzdem sind sie meine Lieblingsblumen.




Das nächste ist ein Paar Lapislazuli-Hänger, für die ich das Material auch schon seit Ewigkeiten hatte. Seit ich sie habe, haben sie sich zu einem meiner Lieblingspaare gemausert, ich trage heuer offenbar recht häufig dunkelblau. 

Hintergrund: Im Laden vernachlässigte, heruntergesetzte und anschließend von mir aus mirakulösen Gründen durch den Winter gebrachte Chrysanthemen. Waren das nicht früher Herbstblüher?!



Zum Schluss noch etwas, das nicht in meinem Haushalt geblieben ist. Nachdem ich noch Sugilith-Eier übrig hatte, habe ich daraus noch ein Paar Ohrringe für Filia gebaut. Ihr kleiner Begleiter ist ein Anhänger aus Purpurit. Das Bild ist vor allem aber auch der Teaser für mein victorianisches Korsett. Das wird nämlich aus der Seide des Beutelchens gemacht. 



(Und jaaa, das heißt auch: wenn ich noch Material übrig habe, mache ich ein Paar gerne auch so oder ähnlich ein zweites Mal. Die Sugilith-Eier sind jetzt allerdings aus.)


Ich war heute übrigens schon wieder neues Material kaufen... *g*

Donnerstag, 9. Juli 2009

Fädelspiele für Große

Fädelspiele für Große


Jaaaa, gerade hab´ ich noch gesagt, ich hätte genug Hobbies. Prompt mache ich mich unglaubwürdig, Außerirdische haben mich gezwungen, eine neue Kategorie anzulegen, damit die jüngste Beschäftigungstherapie hier auch zu ihrem Recht kommt.
Grundauslöser war die Tatsache, daß mich Ohrstecker derzeit nerven, weil ich dauernd die Stöppel hintendran verliere, Kreolen aber immer so ein Kampf sind, bis sie zu sind. Hier eine Begegnung mit Halbedelsteinen, da eine kleine Frustration über verwendete Materialien bei käuflichen Ohrhängern (ich bin Nickelallergikerin, da ist man schon ziemlich eingeschränkt), dort ein Schmollen, weil die eigenen Lieblingssteine keiner führt oder nur in Formen, die man nicht haben möchte... Und schon findet man sich zwischen einem Grundstock an Schmuckbastelausrüstung wieder. Die ersten Ergebnisse will ich euch dann auch hier vorstellen.
Der erste Versuch war ein Paar Ohrringe aus Labradorith-Splittern. Ich mag den Stein sehr gern, weil er alle meine Lieblingsfarben wiedergibt. An den meisten Stellen ist es mir auch ganz gut gelungen, die Steine in einer Art Helix anzuordnen (ich denke, zumindest am linken sieht man, was ich meine ). Normalerweise ist der Stein um einiges heller und durchscheinender, aber ihr wisst ja, im Dunkeln in der Wohnung photographieren... Sie liegen übrigens auf einem der Stränge radgesponnener und -gezwirnter Shetlandwolle aus der Blauen Nacht. Ich weiß noch immer nicht, was ich damit anstellen soll...



 Das zweite Paar war eigentlich schon lange in meinem Kopf vorhanden, ist aber bis vor ein paar Tagen irgendwie immer an der Realität gescheitert. Jetzt endlich habe ich die schönen Sugilith-Eier mit einigen Tibetsilber-Kleinteilen bekannt gemacht. Ohrringe in lila! Gleichzeitig stelle ich hier auch meine Ausdauerorchidee vor, die seit Januar wie eine Bekloppte blüht, obwohl ich dachte "die geht dir wahrscheinlich in 2 Wochen ein...".



Das jüngste Paar ist gestern entstanden. Ich mag den Kontrast zwischen der rauen braunen Lava und dem glatten Zitronenchrysopas. Endlich also auch Ohrringe, die man zu braunen Klamotten tragen kann. Vor lauter Begeisterung habe ich beschlossen, dazu auch noch eine passende Kette zu bauen. Ich warte schon ganz ungeduldig auf den Postboten, der mir die Kettenverschlüsse liefert.
Freundlicher Ohrringständer: eine meiner Zucchini-Pflanzen auf dem Balkon.



Demnächst: noch einige Ohrringe und bald auch die Reinkarnation des Schlüsselanhängers vom Herbst.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Naturalientausch mit Filiaumbrae


Was lange währt...
Mal wieder hat mir die Post einen Bumerang beschert (ich hab´ da scheint´s ein Abo drauf...), aber endlich ist es angekommen! Nachdem ich Filiaumbraes Temaris immer so schön fand, mir aber dachte, daß ich nicht noch ein Handarbeitshobby brauche, haben wir einen Tauschhandel vereinbart: ein Temari gegen ein Lesezeichen. Bereits vor ein paar Wochen habe ich mich riesig über die schöne Kugel gefreut, jetzt ist endlich auch das Lesezeichen da, wo es hingehört.
Schwarze Seide auf Leinen, dazwischen etwas Pappe. Das Motiv habe ich aus verschiedenen floralen Elementen zusammengesetzt. Ich hoffe, es trifft den Geschmack der Leserin. 
 


Und weil die Post sich so angestellt hat, hab ich dann noch eine Kleinigkeit mit hinein gelegt:




Montag, 18. Mai 2009

Shetland Lace Rib Socks


Awa, mal wieder Socken!
Muster-Lieferant Ravelry führte mich zu den Shetland Lace Rib Socken von Marguerite Byrne. Gestrickt habe ich sie in Regia Natural Look 2189, was ein gaaaaanz helles Hellblau darstellt und mich zu kleineren Problemen beim Photographieren geführt hat. Kann "auf dem Rücken liegend die Füße gegen den Schrank halten" wirklich die beste Lösung sein? Ich brauch glaub ich wirklich mal Sockenblocker.


Montag, 11. Mai 2009

Weldon´s Stripes - Ein Sommerschal


Auf der Suche, was ich aus dem traumhaften Baumwoll-Viscose-Garn von Aslan Trends machen könnte, ist mir "Victorian Lace Today" in die Hände gefallen. Auf Seite 80 sprang mir dort ein scarf with striped border from Weldon´s, Volume 5, 1890 ins Auge. Das Muster erschien mir einfach genug, um nicht umsonst gestrickt zu werden in Anbetracht der melierten Wolle, aber trotzdem spannender als einfach nur geradeaus zu stricken. Das ganze ging dann auch ziemlich flott, wenn auch mit einem gewissen Langeweilefaktor nach 50 cm Schal. Aber das Ergebnis ist es mir wert: das tolle Garn ist zu 75% verarbeitet und ich habe einen Sommerschal. Nachdem es mir hier um ein Alltags-Objekt ging, spielt der mangelnde A-Faktor des Garns auch keine Rolle.