Donnerstag, 18. Juni 2009

Naturalientausch mit Filiaumbrae


Was lange währt...
Mal wieder hat mir die Post einen Bumerang beschert (ich hab´ da scheint´s ein Abo drauf...), aber endlich ist es angekommen! Nachdem ich Filiaumbraes Temaris immer so schön fand, mir aber dachte, daß ich nicht noch ein Handarbeitshobby brauche, haben wir einen Tauschhandel vereinbart: ein Temari gegen ein Lesezeichen. Bereits vor ein paar Wochen habe ich mich riesig über die schöne Kugel gefreut, jetzt ist endlich auch das Lesezeichen da, wo es hingehört.
Schwarze Seide auf Leinen, dazwischen etwas Pappe. Das Motiv habe ich aus verschiedenen floralen Elementen zusammengesetzt. Ich hoffe, es trifft den Geschmack der Leserin. 
 


Und weil die Post sich so angestellt hat, hab ich dann noch eine Kleinigkeit mit hinein gelegt:




Montag, 18. Mai 2009

Shetland Lace Rib Socks


Awa, mal wieder Socken!
Muster-Lieferant Ravelry führte mich zu den Shetland Lace Rib Socken von Marguerite Byrne. Gestrickt habe ich sie in Regia Natural Look 2189, was ein gaaaaanz helles Hellblau darstellt und mich zu kleineren Problemen beim Photographieren geführt hat. Kann "auf dem Rücken liegend die Füße gegen den Schrank halten" wirklich die beste Lösung sein? Ich brauch glaub ich wirklich mal Sockenblocker.


Montag, 11. Mai 2009

Weldon´s Stripes - Ein Sommerschal


Auf der Suche, was ich aus dem traumhaften Baumwoll-Viscose-Garn von Aslan Trends machen könnte, ist mir "Victorian Lace Today" in die Hände gefallen. Auf Seite 80 sprang mir dort ein scarf with striped border from Weldon´s, Volume 5, 1890 ins Auge. Das Muster erschien mir einfach genug, um nicht umsonst gestrickt zu werden in Anbetracht der melierten Wolle, aber trotzdem spannender als einfach nur geradeaus zu stricken. Das ganze ging dann auch ziemlich flott, wenn auch mit einem gewissen Langeweilefaktor nach 50 cm Schal. Aber das Ergebnis ist es mir wert: das tolle Garn ist zu 75% verarbeitet und ich habe einen Sommerschal. Nachdem es mir hier um ein Alltags-Objekt ging, spielt der mangelnde A-Faktor des Garns auch keine Rolle. 




Donnerstag, 7. Mai 2009

Von Vögeln und Putten


Und weiter geht es mit der Sammlung.
Diese Maschine ist schon seit etwa 2 Jahren bei mir. Die Stoewer mit Schwingschiffchen (der Unterfaden ist hier nicht auf einer Spule, sondern auf einer kleinen Spindel, die in ein Schiffchen eingelegt wird, welches hin- und her saust) wurde 1911 in Stettin gebaut. Angetrieben wird sie mit einer Handkurbel. Sie ist in einem recht ordentlichen Zustand, ich würde mal sagen eine gute 7. Die Verzierungen sind vollständig, kein Rost, zwar einige kleine Schäden am Lack, aber nur wenige größere Schmacken, die Mechanik ist leichtgängig. Im relativ unspektakulären Preis enthalten war auch ein Häufchen Zubehör und ein abschließbarer Deckel.
Besonders wird die Maschine durch ihr üppiges Dekor mit Vögeln und Putten. Böse Zungen würden hier von Kitsch reden. Von all meinen Maschinen ist sie wohl am ehesten etwas besonderes, zumindest waren auch die Kenner eines amerikanischen Forums von der Verzierung überrascht.
Die Bilder zeigen übrigens den Zustand VOR der Reinigung damals, ich sollte dringend mal "nachher"-Bilder machen. 


 









Mittwoch, 22. April 2009

Todesblume


Es ist fertig! Eigentlich heißt das Tuch "Flora" und stammt (wie das Waldfruchttuch) aus dem Musterfundus von WollLus. Die Wolle ist Evilla A10 in 8/2. Nach einem fulminanten Auftakt (die Hälfte der Reihen in 2 Abenden) wurde ich jedoch böse ausgebremst. Dummerweise hatte das Muster ein paar Bugs. Nachdem ich stundenlang, teilweise mit Julies Hilfe, versucht habe, das Problem selbst zu lösen und dabei beim Rückwärtsstricken zumindest meinen persönlichen Geschwindigkeitsrekord gebrochen habe, habe ich dann doch Birgit Freyer von WollLust angeschrieben, die mir freundlicherweise die überarbeitete Version des Musters mailte. Insofern: sollte jemand auch mal mit dem Flora kämpfen, guckt mal, ob ihr rechts die Reihennummern habt. Wenn ja, sollte alles okay sein, die ältere, fehlerhafte Variante hat die nämlich nicht.
Ich hab dann noch ein paar Tage mit dem Tuch, das inzwischen den etwas unhöflichen Beinamen "Tuch des Todes" erhalten hatte, geschmollt und die Frustsocke gestrickt. Jetzt war die Motivation wieder da, und mit dem neuen Muster ging auch alles ganz stressfrei. Den oberen Abschluß bildet eine Picotreihe, wobei mir da doch etwas mulmig war als ich sah, wie das Knäuel mit der verbleibenden Wolle immer winziger und winziger wurde. Immerhin stecken jetzt doch 177g in dem Tuch. Also hat das Tuch doch noch ein glückliches Ende gefunden, aber der morbide Beiname wird ihm wohl bleiben.
Allerdings fällt mir auf, daß ich dringend etwas besseres als die Chaiselongue zum blocken brauche, denn sie hat wieder nur knapp gereicht. Außerdem ist sie ja nicht gerade, was es etwas schwierig macht, wirklich symmetrisch zu spannen.
Genug Gerede, da isses! Ich hab´ mal den Krempel im Hintergrund nicht weggeschnitten, damit man einen besseren Eindruck von der Größe bekommt. Es dürfte etwa 1,90m lang und wohl so 70 cm breit sein. Etwas größeres sollte ich vermutlich auch aus phototechnischen Gründen nicht stricken: langsam werde ich zu klein, um die Dinger ordentlich von oben zu photographieren, aus der Schräge sehen sie immer so verzogen aus. 



Freitag, 17. April 2009

Frustsocke


Nach einer verlorenen Schlacht gegen das nächste Tuch hab´ ich beschlossen, daß JETZT ein guter Moment ist, um auch einmal Lace-Socken zu stricken. Beim Muster handelt es sich um "Whispering Lace Socks", das mir bei Ravelry über den Weg gelaufen ist, das Garn ist Lana Grossa Meilenweit, Farbe 1335. Generell bin ich recht glücklich mit dem Ergebnis, aber der Rest des 50g-Knäuels reicht gerade eben nicht für die 2. Socke, also muss ich da erstmal nachbesorgen. Da ich aber hier ein Ufo im Anflug bemerke, gibt´s trotzdem mal ein Photo. Die neue Fersenvariante mag ich sehr gern, in der Länge hätte das Ding vielleicht noch einen halben Rapport vertragen. 

Nachtrag: Ha! Sieg! Am Freitag, kurz vor der Fahrt zu einer Tagung, bin ich in einer Hopplahopp-Aktion zu dem Laden gefahren, in dem ich Knäuel 1 gekauft hatte. Audi ins Parkverbot gestellt, aus den Grabbelkörben am Eingang 2 verbilligte Knäuel Lana Grossa Cotton in grau gegriffen, in den Laden gestürmt, auf die Ecke mit der Meilenweit zugesteuert, gehört "Ui, Sie sind aber zielstrebig!", triumphierend Farbe 1335 gegriffen, Person angegrinst, noch ein Knäuel in einer dazu passenden Farbe geschnappt (schließlich werde ich ja am Ende fast ein Knäuel 1335 über haben), Richtung Kasse stolziert, bezahlt und wieder ins Auto gesprungen.
Anders formuliert: Ich hab´ Nachschub!



Mittwoch, 8. April 2009

Das Waldfruchttuch


Wie war das nochmal mit der UFO-Beseitigung?
Vor ein paar Tagen habe ich ein weiteres Projekt abgeschlossen, diesmal ist es ein biiiißchen größer als die letzten.
Das Lacetuch wurde nach dem Muster "Nightingale" von WollLust mit einer einfadigen Merinowolle mit dem Namen "Frutos del Bosco" aus dem gleichen Shop gestrickt. Ich hatte lange überlegt, ob ich noch einen Rapport dranstricken soll oder nicht. Ein Glück habe ich es gelassen, denn schon so reichte die Chaiselongue (Länge: 1,8 m) gerade mal so zum Spannen; dabei ging doch gerade mal 60% der 100g Wolle dafür drauf. Ich bin noch immer verstört, aber ansonsten sehr glücklich mit dem Tuch.